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Der Lohfeldener Bernd Suhre hat ein Buch über Jobwechsel geschrieben

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Von: Michaela Pflug

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Verkehrslichter (Symbolbild)
In „Viele Wege führen nach Rom“ beschreibt Bernd Suhre seine Jobwechsel. Auch als Kurierfahrer hat er mal gearbeitet. © Sebastian Gollnow / dpa

Bernd Suhre hat ein Buch geschrieben, über Jobwechsel, neue Chancen und Flexibilität. Themen mit denen der Lohfeldener selbst viel Erfahrung hat.

Lohfelden – Bernd Suhre hatte schon viele Jobs. Er war unter anderem KFZ-Mechaniker, Kraftfahrer, Mineralölvertrieb-Bezirksleiter, Gastwirt, Tankstellenpächter, Rennsportler, Imbissbetreiber und Kurierfahrer. Insgesamt waren es in 48 Berufsjahren über 40 verschiedene Einkommenszweige. Sein neuester Beruf: Schriftsteller.

Mit seinen kurzweilig geschriebenen beruflichen Memoiren „Viele Wege führen nach Rom“ will Suhre inspirieren, Mut machen und die Angst vor dem Jobwechsel nehmen. „Auslöser, das Buch zu schreiben, war ein Gang über den Friedrichsplatz. Dort entrüsteten sich junge Leute darüber, dass sie keine Arbeit haben.“ Für Jobwechsel und den Frust habe er viel Verständnis, aber nicht für das Aufgeben. Denn: „Es gibt doch tausend Möglichkeiten, etwas zu machen.“

Wie wichtig ein Job ist, habe er schon früh gelernt, sagt Suhre. Er sei quasi in einer Gaststätte großgeworden und habe schon als Pimpf mitbekommen, wie schrecklich es sei, wenn einer keine Arbeit habe und nicht bezahlen könne. Also fing er früh mit Nebenjobs an, trug den Lesezirkel aus und fuhr für einen Landwirt Schlepper. Das passte, denn motorisierte Untersätze hatten es ihm schon immer angetan. Ein Grund sei sicher der Vater, ein Fahrlehrer gewesen. „Der hat meine Leidenschaft für Autos geweckt“, sagt Suhre.

Doch zuerst wollte er Koch werden, schon früh habe er seiner Mutter und Großmutter dabei über die Schulter geschaut. Doch der Vater meinte, der Junge sollte später die Fahrschule übernehmen. Da mache es doch mehr Sinn, erst eine Ausbildung zu machen, die mit Autos zu tun hat. Also schlüpfte er trotz Ausbildungsvertrag im Steinernen Schweinchen in den Blaumann und nicht in die Kochjacke.

Nach der Ausbildung zum Mechaniker war seine zweite Station das Autohaus Kassel. „Das war eine tolle Sache.“ Aber es hielt ihn nicht, irgendwann sei es ihm in der Reparaturannahme zu langweilig geworden. Doch die Fahrschule übernahm er nicht. Denn als er alt genug für den Fahrlehrerschein war, schossen diese wie Pilze aus dem Boden. Also wurde er – vermittelt von einem Freund – Kraftfahrer.

Auch das Gastrogewerbe verlor Suhre nie aus den Augen. Er managte Gaststätten und betrieb viele Jahre einen Imbissstand an der Otto-Hahn-Straße. Diesen musste er vor wenigen Jahren aufgeben, auch der Plan, an der Hauptstraße einen Neuen zu eröffnen, scheiterte.

Einfach sei das nicht gewesen, sagt der heute 77-Jährige. Aber: „Man braucht den Willen, muss flexibel sein und darf die Fittiche nicht hängen lassen.“ Also wurde das Auto, was eigentlich für größere Einkäufe für den Imbiss bestellt worden war, Grundstein für ein neues Gewerbe. Suhre meldete einen Transport- und Kurierdienst an. In dem will er weiter arbeiten, sobald er seine Fahrerlaubnis zurück hat. Die war während der Corona-Pandemie, bei der er teils ehrenamtlich und zu schnell PCR-Proben durch die Republik fuhr, abhandengekommen.

Aufhören zu arbeiten, will und kann Bernd Suhre nicht. Denn eines, das hätte der ewige und stets motivierte Optimist doch beruflich anders gemacht: „Man sollte nicht vergessen, an die Altersvorsorge zu denken.“

Das Buch: „Viele Wege führen nach Rom“ ist in der Europa Verlagsgruppe erschienen, die noch nach einem Vertriebspartner im Buchhandel sucht. Wer das Buch lesen will, der kann an das Postfach 1147, 34247 Lohfelden schreiben oder sich bei ihm unter Tel. 0 15 20 / 4 11 85 19 melden.

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