Fußball und Darts statt Schießsport

Lohfeldener Schützenhaus wird saniert

Im Obergeschoss müssen nur noch Kleinigkeiten gemacht werden: Norbert und Michael Thiele, Mitglieder der Laschkorken, haben schon einmal an der neuen Theke Platz genommen.
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Im Obergeschoss müssen nur noch Kleinigkeiten gemacht werden: Norbert und Michael Thiele, Mitglieder der Laschkorken, haben schon einmal an der neuen Theke Platz genommen.

Über viele Jahre stand das Schützenhaus an der Herchenbachstraße in Lohfelden leer. Das soll sich ändern: aktuell wird der 60er-Jahre-Bau saniert.

In Zukunft wird hier das neue Heim der FC-Bayern-Fanclubs Herkules Bazis Herkules Kassel und des Dartsportvereins Lohfelden sein. Neuer Pächter ist der Moto-Club Lohfelden Söhre „Laschkorken“, der auf demselben Gelände sein Clubhaus hat.

„Uns ging es darum, das Gebäude zu erhalten und wieder nutzbar zu machen“, sagt dessen Vorsitzender Henry Schaumburg. Damit wolle man das Vereinsleben bereichern und einen Treffpunkt für Lohfeldener schaffen. „Mit gemeinsamen Aktionen können wir vielleicht auch weitere Menschen motivieren, sich bei uns zu engagieren“, erklärt Vereinsmitglied Norbert Thiele. Dafür biete sich auch das weitläufige Außengelände an. Gemeinsam schaffe man mehr, ergänzt Michael Thiele. Schon lange habe der Verein das Nachbargebäude im Blick. Aufgrund der Erbpachtverträge habe man aber darauf warten müssen, dass sich der Schützenclub formell auflöst und liquidiert, so Norbert Thiele. Auch das Ausmaß der Aufgaben sei respekteinflößend gewesen.

Unter anderem habe man alle Versorgungsleitungen und die Heizungsanlage erneuern müssen. „Seit letztem Sommer haben sich etwa 40 Menschen hier regelmäßig eingebracht“, so Michael Thiele. Großzügige Spenden von Firmen und Privatpersonen hätten viel geholfen. Mithilfe von Fördergeld aus dem Regionalbudget solle noch ein Teil der Fenster erneuert werden.

Hier sollen in Zukunft Dartpfeile mit Stahlspitze fliegen.

Auch die Gemeinde hat sich an der Sanierung der gemeindeeigenen Immobilie beteiligt. Laut eigener Aussage hat sie 35 000 Euro beigesteuert und wird sich in den kommenden fünf Jahren mit je 6500 Euro an der Unterhaltung beteiligen.

Natürlich habe man corona-konform arbeiten können, was zu Verzögerungen geführt habe, erklärt Ralph Hindenburg. Enorm profitiert habe man von der Expertise einzelner Mitglieder, dem Engagement aller und der produktiven Zusammenarbeit der Vereine, sagt der Vorsitzende der Herkules Bazis Kassel. „Als wir das Gebäude zum ersten Mal gesehen haben, haben wir uns auch erschreckt. Aber es hat sich enorm viel getan“, so der Welleröder. Der Verein mit 324 Mitglieder habe sich bisher an unterschiedlichen Orten getroffen und findet sein Heim jetzt im Obergeschoss. Dort gibt es eine Theke, Sofaecke und genug Platz für größere Gruppen. Im Untergeschoss findet der Dartclub sein Domizil.

„Wir haben uns auch im Nordhessenstadion wohlgefühlt, jedoch war die Atmosphäre etwas steril. Das wird sich jetzt grundsätzlich ändern“, sagt Vorsitzender Uwe Stegmann. Entstanden ist eine gemütliche Spielstätte mit Theke, Küche und E-Dart-Automaten. Noch gearbeitet wird an der Steel-Dart-Arena, „das ist das klassische Dart, was man aus dem Fernsehen kennt“, sagt Stegmann. Auch er freut sich auf die Zeit nach Corona. Denn dann, idealerweise Ende August, wollen die Vereine mit einem Tag der Offenen Tür ihr neues Domizil präsentieren.

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