Neue Betonfertigteile

A7: Neue Brückenteile sorgten für Straßensperrung in Lohfelden

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Präzisionsarbeit über der Ochshäuser Dorfstraße: Der 500-Tonnen-Kran hob die drei Brücken-Fertigteile von den Tiefladern auf der A7 auf die neuen Betonpfeiler. 

Ein Kran platzierte in Lohfelden Brückenteile auf der Autobahnbrücke. Dafür musste die Ochshäuser bis in den frühen Montagmorgen gesperrt werden.

Die Arbeit eines Kranführers verlangt höchste Konzentration. Denn er überblickt nicht immer, was er am Haken hängen hat. Zwar hilft ihm ein von verschiedenen Sensoren gefüttertes Display in der Führerkabine. Doch ist er zusätzlich auf die per Funkgerät durchgegeben Anweisungen des Bauleiters angewiesen.

So war das auch am Samstag, als Björn Otys von der Firma Regel mit seinem Turm von Kran, der bis zu 500 Tonnen heben kann, die drei Betonfertigteile zur Verbreiterung der Autobahnbrücke über der Ochshäuser Dorfstraße auf die neu betonierten säulenartigen Pfeiler des Bauwerks und die Aufnahmen der beiden Widerlager bugsierte. Dafür wurde die Dorfstraße für den Verkehr bis in den frühen Montagmorgen gesperrt.

A7: Neue Brückenteile 

Das Einsetzen der Brückenteile wurde schon am Samstag erledigt. Am Sonntag hievte ein Regel-Kran aber noch zwei große Container für die dortige Station der Städtischen Werke über die Ochshäuser Dorfstraße.

Tieflader hatten die Bauteile von Fulda aus auf der A7 an die Baustelle heran transportiert. Über den neuen Brückenteil soll einmal die vierte Fahrspur der A7 verlaufen. Die Freigabe für den Verkehr sei aber erst für den Herbst nächsten Jahres geplant, sagte Dietrich Brossok von Hessen Mobil, der die Arbeiten überwachte.

A7: Sperrung in Lohfelden 

Mit der Montage der Fertigbauteile, dessen Mittelteil über der Fahrbahn der Ochshäuser Dorfstraße mit 25 Metern am längsten und mit 65 Tonnen am schwersten ist, war es nicht getan. Es würden unter anderem noch zehn Zentimeter Beton aufbetoniert und danach der Asphalt für die Fahrbahn aufgebracht, erläuterte Brossok.

Eigentlich ist die Montage von – mit Stahl vorgespannten – Betonfertigteilen bei der Erneuerung oder Verbreiterung von Brücken Routine. Dennoch stieg bei Brossok die Spannung als Björn Otys das erste Teil auf die vorgesehenen Aufnahmepunkte setzte. 

„Hoffentlich passt es“, sagte er. Und fügte hinzu: „Es sind ja alles nur Menschen“. An der Schiersteiner Brücke über den Rhein, wo Brückenteile mit Pontons transportiert werden mussten, habe es einmal nicht gepasst.

Brückenteile auf A7 sorgen für Straßensperrung 

Die Baufirma Beck Bau aus Eschwege hat anscheinend alles im Griff. Nur am Anfang ist man unentschieden, welches Brückenteil als erstes eingehoben werden soll. Schließlich entscheidet man sich für eines der kürzeren Teile, die auf das Widerlager der Brücke aufgesetzt werden. Das Teil wird in den Ankern der Brückenpfeiler verklebt. Schaulustige gibt es kaum.

Kranführer Otys hat an diesem grauen, kalten Novembertag den besten Arbeitsplatz. Während die Arbeiter auf der Brücke die Schutzgerüste und Schalungen für die späteren Betonarbeiten anbringen, sitzt er in seiner mollig warmen Krankabine und freut sich, zwischendurch immer mal wieder aussteigen zu können und frische, kühle Luft zu atmen. 

Hoch über ihm ragt der auf 45 Meter ausgefahrene Ausleger des Krans. Dieser muss sich ständig in einem Winkel von 45 bis 60 Grad bewegen, damit die darunter hängenden Tragegurte nicht reißen.

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