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Neue Ehrenamtsmanagerin in Kaufungen: Frauke Worttmann erwartet große Herausforderungen

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Von: Moritz Gorny

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Ist die neue Ehrenamtsmanagerin des Kirchenkreises Kaufungen: Frauke Worttmann, hier vor evangelischen Kirche in Lohfelden-Vollmarshausen.
Ist die neue Ehrenamtsmanagerin des Kirchenkreises Kaufungen: Frauke Worttmann, hier vor evangelischen Kirche in Lohfelden-Vollmarshausen. © Moritz Gorny

Es ist wahrhaftig keine einfache Zeit, in der Frauke Worttmann ihren neuen Posten als Ehrenamtsmanagerin des evangelischen Kirchenkreises Kaufungen angetreten hat.

Lohfelden – Die Kirche verliert stetig Mitglieder, das Geld wird immer knapper und auch engagierte Helfer sind schwerer zu finden. Das ist der 33-jährigen Vollmarshäuserin durchaus bewusst, als umso wichtiger erachtet sie nun ihre Aufgaben.

Sie möchte Ehrenamtliche vernetzen, ihnen helfen, wenn sie Fragen haben und auch Gemeinden dabei unterstützen, neue Engagierte zu finden. Um all das anzupacken, braucht es erst einmal eine Struktur, sagt Worttmann und arbeitet derzeit an einer Bestandsaufnahme all derjenigen, die freiwillig mitarbeiten. „Ich gehe davon aus, dass es über 2000 Menschen im Kirchenkreis sind, von 13 Jahren bis 80 plus.“

Auch für ihre Arbeit selbst ist Worttmann, die eine halbe Stelle als Jugendreferentin behält, auf Ehrenamtliche angewiesen: Deswegen sucht sie in den Kirchengemeinden Ehrenamtskoordinatoren, die ihr zuarbeiten. „Sie können genau abschätzen, welche Themen es in den Gemeinden gibt“, sagt die 33-Jährige. Was brauchen die Helfer in der Gemeinde? Eine Fortbildung? Materialien? Ein offenes Ohr?

Das möchte Worttmann sammeln und gegebenenfalls auch dafür sorgen, dass Gemeinden mit ähnlichen Themen sich untereinander austauschen. Immer stärker rücke in den Fokus, dass Gemeinden sich zusammenschließen, wie in Fuldabrück. „Das soll nicht nur ein Zusammenschluss auf dem Papier sein, sondern auch ganz persönlich.“

Doch wie möchte sie dafür sorgen, dass auch neue Ehrenamtliche hinzukommen? Darauf sagt Worttmann: „Ein Patentrezept habe ich nicht.“ Sie wisse, dass Langzeitehrenamtliche zur Rarität werden. Kürzeres Engagement in Projekten liege im Trend. „Ich fange gerade lokal hier in Vollmarshausen an, eine Ehrenamtskartei aufzubauen.“ So ließen sich für Projekte gezielter Menschen anfragen.

Immer wieder genügend Engagierte zu finden und sie bestenfalls auch längerfristig zu motivieren, „wird eine Riesen-Herausforderung“, ist Worttmann überzeugt. Aber in fünf Jahren, auf die ihre Stelle zunächst befristet ist, ließe sich einiges angehen.

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