Parlament segnet Spar-Ideen für Lohfelden ab

Höherer Eintritt für das Hallenbad, weniger Geld für Städtepartnerschaften und Stellenabbau in der Verwaltung - das sind nur drei der Projekte mit denen die klamme Gemeinde Lohfelden sparen will. 

Es war ein Marathon, den die Lohfeldener Gemeindevertreter in den vergangenen Tagen absolvieren mussten. Insgesamt 36 Anträge mussten erst in Ausschüssen diskutiert und im Parlament verabschiedet werden, bevor über den Haushalt abgestimmt werden konnte. Der wurde mit 23 Ja-, sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen angenommen. Ziel der Anträge: die finanzielle Lage der Gemeinde zu verbessern. Besonders erfolgreich mit ihren Anträgen war die SPD, die im Parlament die absolute Mehrheit hat.

Das wird geprüft

17 Anträge wurden angenommen, bei vielen soll allerdings erst einmal ein Konzept erarbeitet oder die Sinnhaftigkeit geprüft werden, bevor sie in Kraft treten. Bei der Bücherei (SPD) sollen Besucherströme und Ausleihen gemessen werden, bevor die Öffnungszeiten gegebenenfalls angepasst werden. Es könnte bald weniger gemäht werden, denn es soll bei der Pflege des öffentlichen Grüns (SPD) gespart und Lohfelden naturnaher werden. Lohfelden soll nicht mehr als Veranstalter von Kulturveranstaltungen (SPD) auftreten, geprüft werden soll das Wie. 

Für Diskussionen sorgte die Finanzierung der Dorffeste (SPD). Die sollen zukünftig weniger kosten. Wie das gehen könnte, soll in einem Konzept aufgezeigt werden. Für 50 000 Euro soll in Lohfelden ein Energiemanagementsystem (SPD) entwickelt werden. Damit soll ausgelotet werden, wie mehr Energie eingespart und regenerative Energien besser genutzt werden können. Es wird geprüft, ob beim Umbau der Hauptstraße ein Radweg (Grüne) angelegt werden könnte. Außerdem soll geklärt werden, ob es möglich ist, einen Klimaschutzmanager (Grüne)einzustellen, möglicherweise in Kooperation mit anderen Gemeinden.

Das wird sich ändern

Verwaltungsmitarbeiter sollen eine Prämie bekommen, wenn sie gute Sparvorschläge (SPD) machen. Geht es im Parlament um mehr als 100 000 Euro, muss die Verwaltung Folgekosten (SPD/U2L)und Wirtschaftlichkeit prüfen und abbilden. In drei Jahren soll der Gegenwert von drei Vollzeitstellen in der Verwaltung eingespart werden. Ob die Zahl der Sitze im Parlament(SPD) geändert wird, wird im September entschieden. 

Kontrovers wurde der SPD-Antrag zur Vereinsförderung diskutiert. Trotzdem wird es in Zukunft den Förderbetrag von 1,50 Euro pro Erwachsenen nicht mehr geben. Die Mittel für Städtepartnerschaften (SPD) werden um 30 Prozent auf 17 500 Euro gekürzt. Spielplätze (SPD), die überzählig, unbrauchbar oder stark renovierungsbedürftig sind, werden außer Betrieb genommen. Die Flächen müssen für eine Reaktivierung vorgehalten werden. 

Es soll eine Satzung geben, mit der eine Übernachtungssteuer (SPD)von zwei Euro pro Person und Nacht für nicht-berufliche Übernachtungen eingeführt wird. Die Erstellung eines Leseausweises (CDU) für Erwachsene wird auf fünf Euro erhöht. Der Eintritt ins Lehrschwimmbecken (CDU) an der Regenbogenschule kostet in Zukunft 25 Prozent mehr.

Das wurde verschoben

Die Beratung einiger kontroverser Themen wurde vertragt. Dazu zählen Anträge zur Kürzung des Personalschlüssels in den Kitas, die Streichung der musikalischen Früherziehung und die Evaluation der Beteiligung an der Sozialstation Kaufunger Wald-Söhre. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.