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Saisonauftakt der Motorradfahrer: Lohfeldener Club gibt Tipps

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Von: Paul Bröker

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Theo Plachy, Hans-Jürgen Hollstein, Axel Ewald und Norbert Thiele vom Moto-Club Lohfelden Söhre – die Laschkorken.
Bereit für die neue Saison: (von links) Theo Plachy, Hans-Jürgen Hollstein, Axel Ewald und Norbert Thiele vom Moto-Club Lohfelden Söhre – die Laschkorken. © Paul Bröker

Blauer Himmel, Sonnenstrahlen und Temperaturen, die zum Verweilen in der Natur einladen: Was die einen zu Spaziergängen ermutigt, veranlasst andere dazu, ihre Maschinen aus der Garage zu schieben für eine erste Spritztour im Jahr. Die Lohfeldener Laschkorken wissen, worauf es ankommt.

Lohfelden – „Motorradfahrer sollten zum Start der Saison sehr verhalten anfangen“, rät einer, der es wissen muss: Norbert Thiele von den „Laschkorken“. Mit diesem Spitznamen bezeichnet sich der Moto-Club Lohfelden Söhre. Vor 50 Jahren gegründet, hat der Verein derzeit 48 Mitglieder.

Die Sicherheit stehe gerade zu Saisonbeginn an erster Stelle. „Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich jetzt erst mal wieder aneinander gewöhnen“, sagt Norbert Thiele. Autofahrer unterschätzten oft die Geschwindigkeit von Motorrädern im Gegenverkehr. So komme es zu Unfällen. „Beide Seiten müssen Rücksicht nehmen“, sagt Thiele, der eine hellgrüne Kawasaki fährt.

Motorradfahrer müssten jedoch besonders sorgsam sein. Und das nicht nur beim Fahren. Die Vorbereitung auf die Saison beginne schon früher. „Die technischen Voraussetzungen müssen stimmen“, sagt Thiele. Er rät dazu, den Reifenluftdruck zu überprüfen und ob die Reifen noch ein ausreichendes Profil aufweisen. Auch die Funktion der Bremsen müsse gewährleistet sein. „Man darf nicht durchgreifen können.“ Öl müsse im Zweifelsfall aufgefüllt werden. Wichtig sei, auch zu überprüfen, ob Kette oder Zahnriemen einwandfrei laufen. Bei der ersten Fahrt gelte es, sich heranzutasten. „Zwar kann man das Fahren nicht verlernen, aber die Routine kommt nur mit der Praxis zurück.“ Neuere Maschinen schalten das Licht automatisch mit der Zündung an, bei älteren Motorrädern muss es manuell angestellt werden. Denn: „Licht ist auch bei Tag Pflicht.“

Die „Laschkorken“ sind überwiegend älteren Semesters. „Unser Altersdurchschnitt liegt bei 50 plus“, sagt Norbert Thiele, selbst 64 Jahre alt. Von Geprahle und Poserei halte man grundsätzlich nichts. „Aus diesem Alter sind wir raus.“ Während Jungspunde in Ortschaften zuweilen einen Gang herunterschalteten, um mit dem lauten Aufheulen des Motor Eindruck zu schinden, achten viele der Mitglieder laut eigener Aussage mittlerweile darauf, die Anwohner der Strecken nicht zu belästigen.

Wer sich von den Club-Mitgliedern weitere Tipps holen oder gemeinsam fachsimpeln möchte, ist eingeladen, sie bei ihrer Saisoneröffnung am Samstag, 9. April, zu begleiten. „Wir planen eine Strecke von 200 bis 250 Kilometern“, so Norbert Thiele. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Club-Garage, Herchenbach 25, Lohfelden. Interessierte Fahrer sollen mit ihren vollgetankten Motorrädern erscheinen. „Dann müssen wir nicht gleich einen Zwischenhalt einlegen.“

Die genaue Strecke stehe noch nicht fest. Geplant sei eine Fahrt in Richtung Hessisch Lichtenau über Waldkappel bis zum Knüllköpfchen und zurück.

Am 23. April begeht der Verein sein 50. Jubiläum und lädt für 15 Uhr Mitglieder, Freunde und Unterstützer ein. Auch Gäste seien willkommen. Geplant sei ein „visueller Einblick“ in die 50-jährige Geschichte des Motorradklubs. Musik spielt die Band „Star Boys“. Coronabedingt werde es statt eines Basars für Motorradbekleidung eine Sammelaktion für den „Verein für krebskranke Kinder Kassel“ geben. (Paul Bröker)

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