Uwe Armbröster will seine Biometzgerei erweitern

Schlachthaus soll in Lohfelden entstehen

Das Bild zeigt Uwe Armbröster aus seiner Ziegenwiese mit Stall rechts im Hintergrund in Lohfelden-Vollmarshausen
+
Statt Ziegenwiese soll hier bald ein Schlachthaus stehen: Uwe Armbröster auf seinem Hof im Lohfeldener Ortsteil Vollmarshausen.

Biometzger Uwe Armbröster will in Zukunft noch mehr Dienstleistungen aus einer Hand liefern. Der Lohfeldener Landwirt plant daher ein eigenes Schlachthaus auf seinem Hof zu bauen. Um dieses optimal auszulasten, ist er schon jetzt auf der Suche nach Bauern, die ihre Schweine beim ihm schlachten lassen wollen.

Lohfelden - 100 Tiere pro Woche könnten hier maximal geschlachtet werden. „Wir peilen an, etwa 40 bis 50 Schweine die Woche zu schlachten“, so Armbröster. 20 davon stammen aus dem eigenen Betrieb, der Rest könnte von anderen Tierhaltern kommen. Am liebsten von anderen Biobauern, aber auch konventionelle Landwirte seien willkommen.

300 Quadratmeter groß soll das neue Gebäude werden und direkt neben der bestehenden Metzgerei gebaut werden. Es bietet auch Platz für Ruheställe, erklärt Armbröster. So müssen die Tiere am Tag der Schlachtung nur wenige Meter laufen. Dann erwartet sie modernste Tötungstechnik. „Damit geht es besonders schnell“, sagt Armbröster. Ziel all dessen ist es, den Tieren Stress zu ersparen. „Das ist auch besser für die Fleischqualität“, sagt der Lohfeldener, der 1989 seine Biometzgerei gründete und damit ein hessischer Pionier war.

Auf dem Lohfeldener Hof gibt es Bioland-Sauenstall zur eigenen Ferkelzucht. Gemästet werden die Tiere in Waldkappel, von da geht es nach Heiligenstadt (Thüringen) zum Schlachten. Der Transport der Schweine bleibt also in etwa gleich lang. „Es geht mir hauptsächlich darum, alles selber zu managen und in der eigenen Hand zu haben“, erklärt der Landwirt. Auf dem Lohfeldener Hof sollen in Zukunft die Tiere geschlachtet, das Fleisch verarbeitet und für den Verkauf in Kassel vorbereitet werden.

600 000 Euro soll das neue Schlachthaus kosten, sagt Armbröster. Die Anträge seien bereits gestellt. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, soll der Bau – je nach Witterung – im Januar oder Februar beginnen. Im Juli oder August könnte es dann mit der Produktion losgehen. Dafür sucht Armbröster auch noch einen Metzger mit den entsprechenden Zusatzqualifikationen.

Kontakt: Tel. 0 56 08/9 16 16. Weitere Infos gibt es auch auf biometzgerei-armbroester.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.