Handballer sehen Saison in Gefahr

Sporthalle in Lohfelden bleibt fünf Monate gesperrt

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Wird bald saniert: Die Turnhalle an der Söhreschule. 

Die Sporthalle der Söhreschule soll saniert werden. Das freut eigentlich alle. Allerdings sorgt der Zeitpunkt jetzt für Probleme bei einigen Nutzern.

 „Das macht uns den Spielbetrieb fast unmöglich“, sagt Marco Lamsbach, zweiter Vorsitzender der HSG Lohfelden/Vollmarshausen. Denn für die Sanierung wird die Halle von Beginn der Herbstferien an bis zum Ende des Schulhalbjahres komplett gesperrt. Die Saison der Handballer beginnt im September.

Eine Sanierung war schon länger angedacht. Ursprünglich sollten allerdings nur Teile des Daches und die Sanitäranlagen im Fokus stehen. „Das hat die Halle auch dringend nötig“, sagt Marcus Radon, erster Vorsitzender der HSG. Es regne immer mal wieder durch, die Duschen hätten schon lange nicht mehr richtig funktioniert und Risse zierten die Wände.

Sanierung wird teurer

Ein genauer Baubeginn aber stand noch nicht fest. Dann kam im Mai die Flut und beschädigte Elektrik, Heizung und Lüftung. Einige Wochen war die Halle geschlossen, um das Ausmaß des Schadens festzustellen. „Wir haben dann erst einmal eine Interimslösung für die Lüftung geschaffen, damit die Halle weiter genutzt werden kann“, sagt Stefan Nowotny vom Fachbereich Immobilienmanagement. Ohne diese hätte man die Halle gar nicht nutzen können.

Nicht einverstanden mit der Zeitplanung: Marco Lamsbach und Marcus Radon von der HSG.

Die Sanierung wird nicht nur umfangreicher, sondern auch teurer als geplant. Etwa drei Millionen Euro soll das Bauprojekt nun kosten, statt wie ursprünglich geplant 900.000 Euro, sagt Kreissprecher Andreas Bernhard. Die Mittel stammen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) II. Damit soll laut Kreis eine deutlich umfangreichere Sanierung finanziert werden. In der Zeit der Vollsperrung sollen das Dach, die Beleuchtung und die Heizungs- und Lüftungsanlagen komplett erneuert werden. Darüber hinaus werden die Türen und Fenster saniert. In den Sommerferien folgt dann die Erneuerung der Sanitäranlagen. Vereine und die Schule seien über die Schließung informiert und hätten Ausweichmöglichkeiten.

Zeitplanung ist ein Problem

Diese zu finden, ist für die Vereine aber gar nicht so einfach: „Die Zeitplanung ist für uns ein Riesenproblem“, sagt Marcus Radon. Die Mitteilung des Kreises käme für die aktuelle Planung viel zu spät. So sei der Spielbetrieb in Gefahr, sagt Vereinskollege Lamsbach. Ausweichmöglichkeiten seien rar: „Die Hallenkapazitäten im Umfeld sind erschöpft“, sagt er. 

Die Sporthalle der Söhreschule soll saniert werden.

Das gelte auch für die Mehrzweckhalle nebenan, bei deren Nutzung man sich mit anderen Vereinen und der Schule absprechen müsse. Außerdem erfülle die Halle nicht alle Kriterien für Spiele der Landesliga – wie die Existenz einer Tribüne. „Wir müssen jetzt schauen, wie wir das lösen“, sagt Radon. „Da hätte ich mir eine deutlich bessere Kommunikation im Vorfeld gewünscht“.

Auch der Schulsport wird von der Sperrung betroffen sein. Schulleiter Arno Scheinost ist aber deutlich optimistischer als die Handballer: „Wir sind zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung für uns finden.“ Momentan diskutiere man mit allen Beteiligten die bestmögliche Regelung.

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