Junge Unternehmerinnen trotzen Krise

Trendsport in Lohfelden: Frauen gründen Crossfit Box

Haben ihre Crossfit Box „Vargen“ nach dem schwedischen Wort für Wolf benannt: Die Geschäftsführerinnen Emely Camara (links) und Michaela Nödler.
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Haben ihre Crossfit Box „Vargen“ nach dem schwedischen Wort für Wolf benannt: Die Geschäftsführerinnen Emely Camara (links) und Michaela Nödler.

Mitten in der Pandemie gründen zwei junge Frauen ein Unternehmen. Emely Camara und Michaela Nödler sind die Gesellschafterinnen von Crossfit Vargen.

Lohfelden - Am 1. März geht es offiziell los – erst einmal aber nur online. Die beiden hoffen, dass sie bald auch in ihrer Halle in Lohfelden Kurse in der Trendsportart anbieten können, die Elemente von Ausdauersport, Turnen und Gewichtheben vereint.

Den Zeitpunkt sieht Camara dabei nicht als Hindernis, sondern als Chance: „Ich glaube, die Leute haben jetzt wirklich lange zuhause rumgehangen. Sie wollen sich bewegen, wollen raus und neue Leute kennenlernen.“ Das Soziale ist auch einer der Aspekte, den die beiden an Crossfit besonders schätzen. „Man findet leicht neue Freunde, kann danach mal einen Kaffee trinken oder zusammen grillen“, sagt Nödler.

„Die Idee, Sport auch als Beruf auszuüben, hatte ich schon lange im Hinterkopf“, sagt Maschinenbauingenieurin Camara. 2012 fing sie mit Crossfit an, bildete sich fort und arbeitete nebenbei als Trainerin. Eine Aufgabe, die ihr große Freude bereitet. Doch sie wollte den Schritt in die Existenzgründung nicht alleine wagen. Den passenden Partner fand sie in Michaela Nödler. „Sie bringt das Wissen für Bereiche wie Verwaltung, Verträge und Abrechnungen mit“, sagt Camara. Nödler ist gelernte Industriekauffrau und hat Wirtschaftswissenschaften studiert. „Ich musste nicht lang nachdenken“, sagt Nödler, die 2014 zum Crossfit kam. Zur Sicherheit betreiben sie Crossfit Vargen aber erst einmal nebenberuflich.

Zu ihrem Glück fehlte den beiden dann noch eine Halle. Ausschau hielten sie im ganzen Landkreis, in Lohfelden landeten sie zufällig. „Mein Vater hat beim Lesen der HNA das Inserat entdeckt“, sagt Nödler. Der Vermieter sei sehr entgegenkommend gewesen. „Ich glaube, er freut sich, dass wir nicht viel Dreck machen“, erklärt sie. „Höchtens Schweiß“, ergänzt Camara und lacht. Zuvor sei in der Halle an der Talstraße ein Farb- und Lackhersteller und eine Werkstatt gewesen.

Auf etwa 300 Quadratmetern sieht es dort aber eher nach einem Abenteuerspielplatz für Erwachsene aus als nach einem Fitnessstudio – mit Tauen, Medizinbällen, Gewichten, Langhanteln und Klimmzugstangen. „Crossfit ist ein funktionales Training“, erklärt Camara.

Statt komplizierter Maschinen nutze man das eigene Körpergewicht. „Der Vorteil ist die Vielfalt des Trainings, wir können auf jedes Bedürfnis eingehen.“ Daher richte man sich an Sportmuffel und engagierte Sportler gleichermaßen. „Crossfit können auch Leute machen, die schon im fortgeschrittenen Alter sind oder körperliche Einschränkungen haben“, ergänzt Nödler. Für diese soll es auch Einführungskurse in kleinen Gruppen geben.

Infos: crossfitvargen.de

Von Michaela Pflug

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