Gemeinde appelliert: nur auf asphaltierten Flächen parken

Wildes Parken im Lohfeldener Wasserschutzgebiet

Parken auf Grün verboten: Am Anfang der Kleingärten (links) weist dieses Schild auf den Wasserschutz hin. Die Gemeinde will noch weitere aufstellen.
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Parken auf Grün verboten: Am Anfang der Kleingärten (links) weist dieses Schild auf den Wasserschutz hin. Die Gemeinde will noch weitere aufstellen.

Wenn alle Parkplätze besetzt sind, parkt man schon mal am Straßenrand oder auf der grünen Wiese. Das ist für viele Autofahrer eine gewohnte Übung. Doch im Herchenbachtal sollte man aufs wilde Parken verzichten.

Denn dort befindet sich ein Wasserschutzgebiet, in dem nur auf ausgewiesenen Flächen gehalten oder geparkt werden darf – damit keine auslaufenden Betriebs- und Schmierstoffe das Grundwasser verunreinigen. Darauf hat die Gemeinde jetzt die Bürger hingewiesen. Laut Bauamtsleiter Rolf Schweitzer sollen auch noch zusätzliche Schilder aufgestellt werden.

Eigentlich gibt es entlang der Herchenbachstraße im Bereich der dortigen Kleingärten eine Menge asphaltierter Parkbuchten. Offenbar reichen die seit dem vergangenen Sommer in Spitzenzeiten aber nicht aus. Seitdem habe das Parken auf unbefestigten Flächen erheblich zugenommen, sagte Schweitzer auf Anfrage.

Er vermutet, dass das mit der Pandemie zu tun hat, dass Leute ihren Urlaub lieber im eigenen Garten als im Rahmen einer Ferienreise machen. Jörg Schuster, Vorsitzender des Kleingartenvereins Herchenbach, sieht das ähnlich. 60 Gärten lägen in dem betroffenen Bereich. Während der Corona-Krise suchten nicht nur die Kleingärtner, sondern auch Ausflügler, die im Herchenbachtal wandern, wegen der Ansteckungsgefahr die freie Natur.

Die Grenzen des Wasserschutzgebiets, das bis hoch zur Schutzhütte reicht, seien vielen wohl auch nicht klar gewesen, meint Vorsitzender Schuster. Er habe sofort die Vereinsmitglieder informiert. „Wir haben volles Verständnis für die Sorge der Gemeinde“, sagte er. Auch Schweitzer glaubt, dass vielen Bürgern die Rechtslage nicht so richtig bewusst gewesen sei. Sanktionen habe man bisher noch nicht ausgesprochen und es bei Hinweisen und Ermahnungen belassen.

Die Gemeinde Lohfelden weist außerdem darauf hin, dass das Regierungspräsidium die Kleingärten nur akzeptiert habe, weil Lohfelden die Einhaltung der Wasserschutzvorschriften in dieser Wasserschutzzone II zugesichert habe. Von dort wird auch Trinkwasser für die Lohfeldener Bürger gewonnen. Daher dürfe nur auf asphaltierten, markierten Flächen an den Kleingärten und auf dem Wanderparkplatz geparkt werden. (Von Peter Dilling)

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