Marktplatz: Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner

Marktplatz: Ein Schatz für Eisenbahn-Begeisterte

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Er räumt die Strecke frei: Der Dampfschneeschleuderzug (Mitte) gehört zu den Raritäten in der Eisenbahn-Sammlung von Robert Petzold, der seine riesige Gleis- und Schienenlandschaft nun schweren Herzens verkauft.

Viele Eisenbahn-Begeisterte nennen eine Modellanlage ihr Eigen. Doch die Anlage von Dr. Robert Petzold fällt da stark aus dem Rahmen des Gewöhnlichen.

Das Dachgeschoss seines Hauses in Kaufungen wird fast bis zum letzten Quadratmeter von einer vielfach verzweigten Gleis- und Schienenlandschaft mit Bahnhöfen, Stellwerken, Verladestationen, zwei kühn geschwungenen Eisenbahnbrücken, Lokschuppen, einer Drehscheibe und vielen Lokomotiven, Waggons und Güterzügen eingenommen.

Miniatur-Welt im Dachgeschoss

Die Züge rollen an einer großen Stadt vorbei. An einem Kali-Bergwerk wird Salz auf Spezialwagen verladen. Ein Stück weiter vergnügen sich am Rand des Schienenstrangs Besucher auf einem Rummelplatz. Man könnte meinen, man blickt auf ein eisenbahnverrücktes Land.

Der studierte Chemiker, der viele Jahre – zuletzt als Betriebsführer – für den Kasseler Düngemittel-Konzern Kali+Salz an mehreren Standorten des Unternehmens gearbeitet hat, ist tatsächlich eisenbahnverrückt. Nur schweren Herzens will er sich nun aus Altersgründen von seiner fast vollständig digitalisierten Anlage trennen, zu der auch noch ein unterirdischer Abstellbahnhof sowie ein beeindruckender Vorrat an Schienen, weiteren Loks und diversen Zubehörteilen gehören.

Seine über die Jahrzehnte immer wieder erweiterte Anlage sei nur etwas für Kenner und Könner, sagt der Kaufunger. Zur Bedienung des umfangreichen Stellwerks brauche es am besten zwei Leute. Ein detaillierter Schaltplan hilft dabei, sich über Fahrwege, Weichenschaltungen und Zugfolgen zu orientieren. „Die Anlage habe ich nach mnemotechnischen Gesichtspunkten aufgebaut“, erklärt Petzold. Der Kaufunger ist gern bereit, den Käufer in die Anlage einzuweisen. „Ich würde gern dabei sein, wenn meine Modelleisenbahn an ihrem Bestimmungsort zum ersten Mal in Betrieb geht“, sagt Petzold.

Marktplatz: Ein Schatz für Eisenbahn-Begeisterte

Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner.
Dr. Robert Petzold verkauft seine riesige Märklin-Anlage an Kenner und Könner. © Peter Dilling

Die Leidenschaft des gebürtigen Leipzigers für die Eisenbahn entbrannte schon in der Kindheit. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg schenkte ihm seine Mutter ein erstes Gleis-oval, eine Lokomotive, Waggons und Güterwagen. Doch die Eisenbahn im Miniatur-Maßstab reichte Petzold bald nicht mehr. Nach dem Krieg, in den 50er- und frühen 60er-Jahren arbeitete der damalige Chemie-Student unter anderem als Fahrdienstleiter, Zugmelder, Zugüberwacher und sogar als Lokführer für die damalige Deutsche Bundesbahn. Die Ausbildung zum Lokführer hat er noch bei der Deutschen Reichsbahn in der ehemaligen DDR gemacht. Zwischendurch machte er Karriere als Oberkellner der damaligen Bahn-Servicegesellschaft DSG. Über seine Erlebnisse auf den Schienensträngen hat Petzold vielfach im Fachblatt „Eisenbahn-Geschichte“ berichtet. Die Märklin-Anlage hat die Form eines „U“ und ist auf sieben Spanholzplatten montiert. An den Kopfbahnhof und den Durchgangsbahnhof sind kleine Ortsgüteranlagen, Ladestraßen und eine zweigleisige Umladeanlage mit Magnetkran angeschlossen. Die gesamte Schienenlandschaft benötigt viel Platz. So um die 50 Quadratmeter seien schon nötig, schätzt Petzold. (pdi)

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