Corona-Pandemie

Endlich mehr Impfungen in Calden - Ab Sonntag täglich mindestens 1600 Dosen

Das Impfzentrum Calden verfügt über einen Reinraum, wo unter besonderen Bedingungen die Spritzen für die Impfungen vorbereitet werden.
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Das Impfzentrum Calden verfügt über einen Reinraum, wo unter besonderen Bedingungen die Spritzen für die Impfungen vorbereitet werden.

Noch immer warten Tausende auf einen Impftermin. Damit der Landkreis Kassel nicht mehr Schlusslicht bei der Impfkampagne ist, werden ab Sonntag die Kapazitäten im Impfzentrum Calden erhöht.

Kreis Kassel – „Wir werden bis 2. Mai im Drei-Schicht-Betrieb von 8 bis 23 Uhr öffnen und gehen damit erheblich über unsere geplante Kapazitätsgrenze“, teilt Vizelandrat Andreas Siebert am Donnerstagnachmittag mit. Die ersten Impfwilligen könnten demnach schon heute einen Termin bekommen.

Aktuell werden in Calden täglich etwa 950 Impfdosen verabreicht. Unter Volllast würden täglich 1300 Menschen durch die Impfstraßen gelotst. Laut Siebert sollen in sieben Tagen 11.500 Menschen geimpft werden, also rund 1600 pro Tag. „Dieses Impfangebot machen wir, weil wir durch unser eigenes Terminvergabeportal jetzt endlich wissen, wie viele Menschen schon seit vielen Wochen auf ein Impfangebot warten und wir endlich auch die erforderlichen Impfstoffe erhalten haben“, sagt Siebert.

Der Landkreis verabreiche jede verfügbare Dosis. Das sei möglich, weil das Land Hessen zwei weitere Lieferungen mit Biontec/Pfizer und Moderna vorgezogen habe. Überlastungen bei den Zweit-impfungen seien in der Folge nicht zu erwarten, weil alle drei in Deutschland zugelassenen Impfstoffe genutzt würden. Während bei Astrazeneca die Zweitimpfung erst nach zwölf Wochen erfolge, würden Moderna und Biontec/Pfizer nach sechs Wochen ein zweites Mal gespritzt.

Die Termine sollen über die zentrale Impfterminvergabe des Landes Hessen vergeben werden. Alle, die sich beim Land und beim Landkreis Kassel angemeldet haben, müssen laut Siebert nur auf die Benachrichtigung warten, in der die Termine und der Impfstoff mitgeteilt werden.

Siebert: „Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Angebot die Zahl der noch auf einen Impftermin wartenden Bürger des Landkreises deutlich verringern können.“ Grob überschlagen könnten das etwa Zweidrittel der Betroffenen sein. Seit Mittwoch vergangener Woche hatten sich über 14.500 beim Land Hessen Registrierte aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 beim Landkreis gemeldet.

Über die vom Innenministerium angekündigte Möglichkeit, dass das Gesundheitsamt Region Kassel die in den Impfzentren von Stadt und Landkreis erfolgten Impfungen in den Impfpass nachträgt, zeigt sich Siebert überrascht: „Das Gesundheitsamt hat bei wieder steigenden Inzidenzen mehr als genug damit zu tun, die Kontaktverfolgung der Neuinfizierten sicherzustellen – das Nachtragen von Impfungen in Impfpässen kann da jetzt nicht eine vordringliche Aufgabe sein.“

Bei der im Impfzentrum ausgestellten Impfbescheinigung handele es sich um ein vollwertiges Ersatzdokument für den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung. Der Nachweis der Impfung mittels Impfbescheinigung sei auch bei Auslandsreisen und Grenzkontrollen ausreichend. Es handele sich um ein internationales Dokument. „Nachtragungen im Impfausweis sind nicht erforderlich.“ (Alia Shuhaiber)

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