Ferienzeit ist Bauzeit

Landkreis saniert Schulen und Sporthallen

Die neue Mensa mit Unterrichts- und Betreuungsräumen (rechts) an der Regenbogenschule Lohfelden ist schon fertig. Nun sollen Schulhof und Spielplatz saniert werden.
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Die neue Mensa mit Unterrichts- und Betreuungsräumen (rechts) an der Regenbogenschule Lohfelden ist schon fertig. Nun sollen Schulhof und Spielplatz saniert werden.

Die Sommerferien nutzt der Landkreis Kassel, um an seinen Schulen bauen zu lassen. Außerdem laufen die Vorbereitungen für ein Großprojekt in Kaufungen auf Hochtouren. Ein Überblick über die aktuellen Projekte.

Regenbogenschule

Fast fertig ist der Ausbau der Regenbogenschule in Lohfelden. Dort ist ein neues Schulgebäude mit Mensa, Betreuungs- und Unterrichtsräumen mit Lüftungsanlagen entstanden. Die Räume und die Mensa wurden im vergangenen Schuljahr bereits genutzt.

Zuletzt speisten dort laut Schulleitung regelmäßig jeweils 90 Kinder in zwei Schichten. Auch in der neuen Mensa organisiert der ASB weiter die Essensausgabe.

Aktuell lässt der Landkreis den Brandschutz an einem der älteren Schulgebäude ertüchtigen und dort zusätzliche Fluchtwege schaffen. „Als letzter Schritt wird der Schulhof erneuert“, sagt Stefan Nowotny vom Immobilienmanagent des Landkreises. Erste Aufträge seien bereits vergeben. Der momentan gesperrte, asphaltierte Teil des Schulhofs bekommt einen Pflasterbelag und wird mit neuen Spielgeräten ausgestattet. Die Kinder seien in die Planung der Gestaltung miteinbezogen worden. Ende des Jahres soll das Projekt laut Nowotny komplett abgeschlossen sein.

Insgesamt kostet das Projekt 2,75 Millionen Euro. Der Landkreis trägt eine Million Euro, das Land steuert 790 000 Euro bei, die Gemeinde Lohfelden die den Mensabau für den gemeindlichen Hort nutzt, trägt 650 000 Euro und der Bund 330 000 Euro.

Söhre-Schule

Zum Ende der Herbstferien soll nun endlich auch die Sanierung der Sporthalle der Söhre-Schule in Lohfelden abgeschlossen werden. „Wir wollten hier eigentlich zum Ende der Sommerferien fertig werden, aber die aktuelle Lage in der Bauwirtschaft und im Bauhandwerk führen zu weiteren Verzögerungen“, sagt Martina Rapprich, Leiterin des Immobilienmanagements. Es ist nicht die erste Verzögerung: Zu Beginn fehlten Angebote für die Elektroarbeiten. Bei der Entkernung wurden dann Schäden an der Dachkonstruktion entdeckt. Auch für den Bodenbelag, die Innentüren sowie die Maler- und Putzarbeiten gab es zunächst keine Angebote, so Rapprich. Schließlich habe es bei den Alu-Außentüren und Alu-Fenstern coronabedingte Lieferengpässe gegeben.

An der Sporthalle der Söhre-Schule wird gebaut und im Vordergrund Glasfaser verlegt.

Die Kosten bleiben trotz aller Verzögerungen im angepeilten Rahmen: 2.8 Millionen Euro wurden investiert, das Land trägt 1,8 Millionen Euro, der Landkreis 600 000 Euro und die Gemeinde Lohfelden 450 000 Euro, da die Halle auch von örtlichen Sportvereinen genutzt wird.

Ernst-Abbe-Schule

Noch ist alles beim Alten in der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen. Doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schließlich sollen die rund 295 Schüler künftig nicht mehr in altersschwachen Pavillons und provisorischen Containern unterrichtet werden. Wie berichtet, wird in den kommenden beiden Jahren in zwei der vier Schulgebäude gewerkelt, um sie auf den neuesten Stand zu bringen. Obendrein soll ein Neubau hinzukommen und das Raumangebot deutlich erweitern.

Die Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen soll saniert und ausgebaut werden. In diesem Entwurf der Ostfassade ist rechts der neue Erweiterungsbau zu sehen.

Zunächst sind im ersten Bauabschnitt die Pavillons an der Reihe: „Ab Oktober werden sie kernsaniert“, sagt Volker Deist, der sich beim Landkreis Kassel, dem Schulträger, um die Bauvorhaben an Schulen kümmert. Ab Frühjahr oder Sommer, sagt Deist, würde der sogenannte Schusterbau – also das Gebäude neben dem Altbau – saniert und direkt davor der Neubau aufgebaut. „In dem zusätzlichen Gebäude sollen eine Mensa, Klassen- und Verwaltungsräume sowie Büros untergebracht werden“, sagt Deist. Während der Bauzeit werde auf Container ausgewichen.

4,1 Millionen Euro sind für das Gesamtprojekt eingeplant. Hinzu kommen nun noch 1,7 Millionen Euro für die Container, die der Landkreis Kassel kauft. 2,2 Millionen Euro fließen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes, rund 1,2 Millionen Euro kommen ebenfalls vom Bund, und zwar zur Förderung von Ganztagsangeboten. 510 000 Euro kommen vom Land, 612 000 Euro von der Gemeinde Kaufungen und schließlich rund 1,3 Millionen Euro vom Landkreis. Ende des Schuljahres 2022/23 soll alles fertig sein.

Erich-Kästner-Schule

Voll im Gange sind die Arbeiten der grundhaften Sanierung der Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal. Seit März ist die in die Jahre gekommene Sporthalle aus den 1970er-Jahren eine Großbaustelle, die Arbeiten sollen laut Landkreisverwaltung bis Jahresende abgeschlossen sein. Die Kosten für die Sporthallensanierung liegen bei 4,5 Millionen Euro – davon stammen 2,1 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm KIP II des Bundes, 1,3 Millionen Euro trägt die Stadt Baunatal. Die übrigen Kosten von 1,1 Millionen Euro steuert der Landkreis bei.

Eingerüstet: Die Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal wird aktuell grundhaft saniert.

Dabei soll die Sporthalle komplett neu aufgebaut werden. Der Eingangsbereich bekommt eine neue Optik, die Struktur der Halle soll durch eine neue Raumanordnung verbessert werden. Geplant ist ein barrierefreier Zugang zur Halle und ein neues Behinderten-WC. Zudem wird das Dach erneuert, ebenso Fenster und Türen.

Hermann-Schafft-Schule

Ein vergleichsweise kleines Projekt steht hingegen an der Hermann-Schafft-Schule in Fuldabrück-Dennhausen an. Laut Volker Deist bekommen hier drei Klassenräume einen neuen Anstrich. Das koste knapp 4000 Euro.

Von Michaela Pflug, Moritz Gorny und Daniel Göbel

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