Mit Luca-App und schnellem Tölt

Islandpferde-Reiter meisterten Hürden zum Turnierauftakt in Kaufungen

Dicht am Wettkampfgeschehen: Diese Gruppe vom westfälischen Gestüt Lindenhof schaute sich an, was die Konkurrenz für Leistungen zeigt.
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Dicht am Wettkampfgeschehen: Diese Gruppe vom westfälischen Gestüt Lindenhof schaute sich an, was die Konkurrenz für Leistungen zeigt.

Manchmal kommt es ganz anders als gedacht: So erging es den Organisatoren der Deutschen Jugendmeisterschaften der Islandpferde-Reiter zum Auftakt des Turniers.

Kaufungen – Trotz Hochsommer regnete es am Vormittag. Von einer „Schlammschlacht“ sprach ein Mitglied des 40-köpfigen Helferteams vom Gestüt Ellenbach. Und dann fuhr Stefan Althans, Besitzer des Gestüts, die Corona-Pandemie in die Parade.

Am frühen Morgen habe er wegen der gestiegenen Inzidenz eine Anordnung des Landkreises mit verschärften Hygienevorschriften erhalten. „Wir müssen daher alle Besucher registrieren“, berichtete Althans. Mit der Luca-App sei das ohne größere Verzögerungen gelungen. Wer die allerdings nicht auf dem Smartphone hatte, musste am Eingang zu Kuli und Formular greifen. Und Organisator Althans überprüfte regelmäßig, ob auf dem Turniergelände auch Masken getragen werden. „Das ist schon mehr Arbeit“, sagte er. Beruhigend sei, dass zwei Drittel der Teilnehmer am ersten Wettkampftag geimpft seien.

Kaufungen: Jugendmeisterschaften der Islandpferde-Reiter

Dennoch herrschte zum Auftakt auf dem Parcours eine gelassene Atmosphäre. Heike Grundei, Leiterin des Jugendressorts des Islandpferde-Reiterverbands IPZV, und die Jugend-Bundestrainerin Suzan Beuk beobachteten am Rand der Bahn kritisch, wie gut der Nachwuchs mit seinen Pferden den schnellen Tölt und den Passgang – Gangarten, die nur Islandpferde können – beherrscht. Islandpferde-Reiten gewinne immer mehr Freunde. „Das ist eine naturnahe Rasse. Wir haben schon frühzeitig Wert auf eine artgerechte Haltung gelegt“, sagt Beuk. Die „mäßig gute Witterung“ spiele keine Rolle, meint sie. Schließlich sei Althans ein erfahrener Organisator, der schon eine Deutsche Meisterschaft in Kaufungen gut über die Bühne gebracht habe.

Gäste: Lea Elise Hellmann (von links vorne) und Leonie Schzipior aus Hamburg, Lina Klaskala und Gesa Meier aus Schleswig-Holstei gaben Reiterin Lily Jöhnk (links) noch gute Tipps für den Wettkampfparcours.

Ein Teil der Familien, die aus ganz Deutschland angereist sind, übernachten in Wohnmobilen. Einige haben auf der Wiese abseits des Wettkampfparcours ihr Zelt aufgeschlagen, dort wo auch die Pferde in Boxen übernachten. Zu ihnen gehört Leonie Schzipior aus Hamburg. „Ich bin lieber nah bei meinen Pferden“, sagt die junge Frau. Sie habe keine Lust gehabt, ein Zimmer zu suchen. Bei 1500 erwarteten Teilnehmern war das auch nicht einfach. „In Kaufungen war schon alles weg“, berichtet Kai Grit Holzgreve vom Gestüt Lindenhof im westfälisch-lippischen Steinfurt. Sie hat mit ihrer Tochter Cora-Sophie Bittner etwas in Lohfelden gefunden.  pdi

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