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Sperrung am Kreuz Kassel-Mitte: Auf- und Abfahrten an der A 7 und A 49 werden umgebaut

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Von: Florian Hagemann, Michaela Pflug

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Die Rampe der A 7 in Fahrtrichtung Hannover auf die A 49 in Fahrtrichtung Marburg ist ab Montag, 24. Oktober, voll gesperrt.
Die Rampe der A 7 in Fahrtrichtung Hannover auf die A 49 in Fahrtrichtung Marburg ist ab Montag, 24. Oktober, voll gesperrt. © HNA

Die Südtangente der Kasseler Stadtautobahn A 49 soll ab dem kommenden Jahr im Eiltempo saniert und ausgebaut werden. Das hat schon jetzt Auswirkungen für Fahrer rund um Kassel.

Kreis Kassel – Und zwar besonders für die, die das Kreuz Kassel-Mitte nutzen, wo Vorbereitungen für den Ausbau getroffen werden. Die Rampe der A 7 in Fahrtrichtung Hannover auf die A 49 in Fahrtrichtung Marburg ist von Montag, 24. Oktober an voll gesperrt, teilt die Autobahn GmbH mit.

Die Umleitung führt über den Kreisverkehr am Lohfeldener Rüssel, genauer die Emmy-Noether-Straße und die Heinrich-Hertz-Straße. Die Sperrung soll bis voraussichtlich Ende November dauern. Im Anschluss erfolgt eine Vollsperrung der Rampe von der A 49 in Fahrtrichtung Kassel auf die A 7 in Fahrtrichtung Würzburg. Die Umleitung erfolgt über die A 44. Die Autobahn GmbH erwartet, dass die Arbeiten an diesem Abschnitt bis Ende Dezember dauern.

Die Rampen werden in diesen Bauzeiten um zwei Meter verbreitert, heißt es in er Mitteilung weiter. So soll eine zweispurige Verkehrsführung ermöglicht werden. Das Bauprojekt umfasst den Anbau der Fahrbahn sowie Arbeiten für die Beschilderung, die Schutzeinrichtungen und die Entwässerung. In den vergangenen Jahren wurde die A 7 aus- und umgebaut, auch im Bereich Kreuz Kassel-Mitte. Zu dem Zeitpunkt war aber davon auszugehen, dass die A 49 Südtangente in den „normalen Sanierungsabschnitten“ ohne Einbahnregelung umgebaut wird, heißt es auf Nachfrage bei der Autobahn GmbH. Dafür wäre eine zweispurige Nutzung der Rampenfahrten nicht notwendig gewesen.

Grund für den Ausbau der Rampen ist die Vorbereitung auf die Sanierung der Kasseler Südtangente in den nächsten beiden Jahren. Deswegen wird die Stadtautobahn zur Einbahnstraße erst in die eine Richtung, dann in die andere. Die ambitionierten Pläne hatten Mitarbeiter der Autobahn GmbH im September bei einem Pressetermin vorgestellt.

Der enge Zeitplan ist notwendig, da Ende 2024 der Neubau der A 49 abgeschlossen sein soll – mit der Folge, dass sie die Autobahnen 7 und 5 verbindet. Wer zum Beispiel von Göttingen nach Frankfurt fährt, kann dann über die Südtangente auf der A 49 bis nach Homberg/Ohm fahren, um auf die A 5 zu gelangen. Die Planer rechnen damit, dass in Zukunft 82 000 Fahrzeuge täglich diese Strecke nutzen – 17 000 mehr als bisher.

Das Problem: Für diese Verkehrsbelastung ist die ohnehin sanierungsbedürftige Südtangente nicht ausgelegt. Außerdem ist sie als Stadtautobahn mit einer reduzierten Fahrbahnbreite konzipiert worden, was eine Erneuerung im laufenden Betrieb erschwert. Sollten stets beide Fahrtrichtungen genutzt werden können, würde die Modernisierung Jahre dauern.

Jetzt soll es im Frühjahr 2023 losgehen. Das Konzept sieht vor, dass bis Ende 2024 auch die A 44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd zur dreistreifigen Einbahnstraße wird. Die Strecke führt dann über die Bergshäuser Brücke. So entsteht eine Art Kreisverkehr auf den Autobahnen, die an Kassel grenzen. (mia/hag)

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