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Mutmaßlicher Dealer aus dem Landkreis schweigt vor Gericht

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Von: Peter Kilian

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Ein 41-Jähriger aus dem Landkreis Kassel muss sich wegen Drogenhandel im Internet vor Gericht verantworten.
Ein 41-Jähriger aus dem Landkreis Kassel muss sich wegen Drogenhandel im Internet vor Gericht verantworten. © panthermedia.net / Christoph Halang

Ein 41-Jähriger aus dem Landkreis ist wegen Drogenhandels im Internet angeklagt. Er soll über ein Jahr mit Rauschgift gehandelt haben.

Kreis Kassel – Rauschgifthandel im großen Stil soll ein 41-Jähriger zwischen April 2020 und April 2021 betrieben haben. Über 190.000 Euro soll er in dieser Zeit umgesetzt haben. Seit gestern steht der Angeklagte aus dem Kreis Kassel deshalb vor dem Landgericht.

Dabei musste sich die große Strafkammer unter Richter Lange zunächst mit einem Antrag der Verteidigung befassen. Rechtsanwalt Thomas Hammer beantragte, das Hauptverfahren auszusetzen. Sein Argument: Notwendige Akten seien ihm vom Gericht zu spät zur Verfügung gestellt worden. Ein Aktenberg von 1100 Seiten habe er beispielsweise erst am Wochenende vor dem Verhandlungstermin bekommen. Die notwendige Absprache mit seinem Mandanten sei nicht möglich gewesen. Zeugenaussagen lägen ihm bisher gar nicht vor, so die Kritik des Rechtsanwaltes.

Staatsanwältin Grothey-Mönch pflichtete der Verteidigung bei, dass es Unregelmäßigkeiten beim Zustellen der Akten gegeben habe. Dennoch sei es ihr möglich gewesen, alle für die Hauptverhandlung nötigen Fakten zusammenzustellen.

Dieser Einschätzung schloss sich auch Richter Lange an, der den Antrag der Verteidigung nach einer Sitzungsunterbrechung ablehnte.

Umfangreich gestaltete sich das Verlesen der Anklagepunkte gegen den 41-Jährigen. Laut Staatsanwaltschaft wickelte der Beschuldigte die Drogengeschäfte über das Internet ab. Dort bestellte er die Drogen und nahm auch Kontakt zu seinen Kunden auf. Überwiegend handelte er offenbar mit Marihuana, aber auch Heroin und Haschisch verkaufte er laut der Anklageschrift. Die Übergabe der Ware soll zum Teil in der Nähe seiner früheren Arbeitsstelle, aber auch bei ihm zuhause erfolgt sein. In dem besagten Zeitraum soll er so 190.000 Euro umgesetzt haben.

Der Angeklagte nahm zu den Vorwürfen gestern keine Stellung. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

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