Kaufunger Parlament soll 2021 über Lösung an Niester Straße entscheiden

Nach Anwohnerprotesten in Kaufungen: Ein Zebrastreifen ist in Sicht

Kinder und Erwachsene stehen mit Plakaten und Schildern an der Niester Straße in Oberkaufungen
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Rund 60 Kaufunger hatten sich im Juni 2019 an der Niester Straße zum Ortstermin mit der HNA eingefunden. Sie hatten eigens dafür Plakate vorbereitet. Jetzt ist Zebrastreifen im Gespräch.

Rund 60 Kaufunger waren im Juni 2019 zum Pressetermin an die Niester Straße gekommen. Ihre Forderung: Die Straße muss sicherer werden. Jetzt kommt neue Bewegung in die Sache.

igentlich sollte es ein Termin mit den Wortführern der Anwohner werden, aber die verkehrlichen Umstände an der Straße machten offenbar viele mobil. Ihr Anliegen: Vor allem für Kinder und ältere Menschen, so betonten Christiane Kohl und Karl Nesemann, sei die Straße gefährlich. Es mangele an Übersichtlichkeit, sowohl für Fußgänger als auch für Auto- und Radfahrer. Sie forderten, dass die Gemeinde und der Landkreis handeln und etwas ändern.

Nun ist es wohl soweit – zumindest gibt es ein entsprechendes Signal aus dem Kaufunger Rathaus: „Wir sind uns mit dem Landkreis inzwischen grundsätzlich einig, dass ein Fußgängerüberweg angelegt werden kann.“ Derzeit werde dafür ein Vorschlag ausgearbeitet. Ziel sei es, diesen im neuen Jahr der Gemeindevertretung zur Entscheidung vorzulegen.

Die Anwohner hatten bemängelt, dass die Niester Straße zwar viel genutzt werde, schließlich befinden sich hier die Tramhaltestelle, Wanderwege sowie die Sinnesgänge. Sie müsse auf dem Weg zur Schule, zum Spielplatz oder auch zum Einkauf überquert werden.

Nichtsdestotrotz sei sie nicht sicher genug. Es müsse ein Zebrastreifen her, oder eine andere Lösung, war die einhellige Meinung der Kaufunger. Um Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu bekommen, hatten Anwohner vergangenes Jahr eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Arnim Roß überreicht.

Denn bereits zuvor hatten sie einen Überweg gefordert und waren damit gescheitert. „Der von den Bürgern gewünschte Überweg wurde bereits 2015 von den Fachbehörden (Hessen Mobil, Polizei und Landkreis Kassel) nach Überprüfung der Verkehrssituation in der Niester Straße abgelehnt“, sagte Landkreissprecher Harald Kühlborn 2019.

Grundlage dafür ist eine Bundesrichtlinie. Sie besagt, in welchem Zeitraum wie viele Fahrzeuge auf der Straße fahren und wie viele Fußgänger sie queren müssen, damit ein Überweg eingerichtet werden kann.  mgo

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