Kritik von Verkehrsteilnehmern

Brückensanierung auf A49 bei Baunatal: Stillstand auf Baustelle?

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Seit Jahren ein Nadelöhr: Die Brückenbaustelle auf der A 49 bei Baunatal-Nord. Verkehrsteilnehmer kritisierten jetzt, dass auf der Baustelle über einen längeren Zeitraum keine Arbeiter zusehen gewesen seien. Hessen Mobil dementiert dies.

Baunatal. Zwei Brücken auf der Autobahn 49 bei Baunatal-Nord sind nahezu fertig. Autofahrer bemängeln allerdings, dass sich auf der Baustelle seit Wochen nichts tut.

„Da tut sich seit Wochen nichts“, sagte der Anrufer aus Edermünde verärgert am Telefon. Jeden Tag fahre er über die A 49 Richtung Kassel und treffe bei Baunatal-Nord auf ein gefährliches Nadelöhr. Die Brücken-Baustellen seien seit Wochen so gut wie fertig, aber Arbeiter der Baufirmen seien nicht mehr zu sehen, so der Edermünder weiter.

„Der Stillstand an der Baustelle Bauner Brücke A 49 Höhe Autobahnpolizei/Knallhütte ist ein Skandal“, schreibt ein HNA-Leser aus Felsberg. „Die Kräne an den neuen Brücken sind weg, und es tut sich gar nix.“

Die Rede ist von den parallel laufenden Brückenbaustellen der A 49 über die Landesstraße in Richtung VW-Werk sowie über den Fasanenweg zum Rengershäuser Wohn- und Gewerbegebiet Buchenloh. Dort werden seit Frühjahr 2016 zwei marode Autobahnbrücken erneuert (HNA berichtete). Die Fahrbahnen sind in dem Abschnitt eingeengt, die Beschleunigungsstreifen zum Teil sehr verkürzt. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen auf der Autobahn.

„An den Brücken wird weiter gearbeitet“, sagt Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus. Er räumt ein, dass möglicherweise kurzzeitig niemand auf der Baustelle gewesen sei. Kürzlich sei erst der Schutzguss aufgetragen worden. „Es ist noch kein Belag drauf“, so der Sprecher weiter.

A49: Asphaltbelag noch diese Woche

Die Verkehrsbehörde kündigt aber den baldigen Abschluss der Arbeiten an. „In dieser Woche wird der Asphaltbelag aufgebracht“, sagt Sinemus. Dann werde markiert, so dass im Laufe des Oktobers die Straße wieder freigegeben werde. Der Behördensprecher tritt auch noch einmal Kritik aus dem Baunataler Rathaus entgegen, dass die Behörde zugesagt habe, einen lärmschluckenden Asphalt in dem Abschnitt bei Baunatal-Nord zu verwenden. Diese Absprache habe es nicht gegeben, so Sinemus.

Baunatals damaliger Bürgermeister Manfred Schaub hatte kurz nach der Fertigstellung des ersten Abschnitts beklagt, dass kein Flüsterasphalt aufgetragen worden sei. Das sei nämlich so mit Hessen Mobil abgesprochen gewesen. Mehrere Bürger hätten sich über zu viel Lärm beschwert, berichtete Schaub damals.

„Es gibt keine Zusage seitens Hessen Mobil“, betont Sinemus. Für den Einbau eines lärmmindernden Asphalts gebe es an dieser Stelle nicht die rechtlichen Voraussetzungen. „Das würde der Bund auch nicht mitmachen.“ Der jetzt wieder verwendete Gussasphalt sei zudem langlebiger. Die Asphaltdecke müsste also auch nicht wieder so schnell ausgetauscht werden.

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