Schilder-Wirrwarr am Kammerberg

Nach Sanierung des Roten Wegs war dieser nur noch als Radweg ausgewiesen

Sorgt für Verwirrung: In Ahnatal wurde der Radweg Roter Weg am Kammerberg saniert. Seit der Sanierung ist der ehemals als Fuß- und Radweg ausgeschilderte Weg nur noch als Radweg ausgeschildert.
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Sorgt für Verwirrung: In Ahnatal wurde der Radweg Roter Weg am Kammerberg saniert. Seit der Sanierung ist der ehemals als Fuß- und Radweg ausgeschilderte Weg nur noch als Radweg ausgeschildert.

Am Kammerberg wurden im Mai zwei Teilstücke des Radwegnetzes ausgebaut. Die neuen Schilder sorgten jedoch für Verwirrung.

Ahnatal – Der Radwegeausbau in Ahnatal geht voran. Nachdem viele Jahre nichts geschehen ist, wurden nun im Mai gleich zwei Teilstücke des Radwegenetzes am Kammerberg ausgebaut. Auf dem Verbindungsstück zwischen der Straße Im Kreuzfeld und der Berliner Straße und am Roten Weg rollen Radfahrer nun über frisch asphaltierte Pisten statt wie bisher über Schotter- und Sandpisten.

Doch seither sind einige Ahnataler irritiert. Denn der Rote Weg, ein Spazier- und Radweg, der vom Oberen Kammerberg Richtung Calden und Espenau führt, ist seither nur noch als Radweg ausgeschildert. Damit ist es Fußgängern und auch landwirtschaftlichen Fahrzeugen eigentlich verboten, den Weg zu nutzen.

Auch bei der Gemeinde haben sich diesbezüglich Bürger gemeldet, sagt Yakup Akcuru, Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau bei der Gemeinde Ahnatal. „Sie haben sich gewundert, weil es rechtlich ein Problem geben könnte“, sagt Akcuru.

Was passiert, wenn ein Traktor und ein Radfahrer sich auf dem Weg begegnen, wer weicht dann aus? Und wieso wurde das Verkehrsschild, dass den Weg als Fuß- und Radweg auswies, gegen eines ausgetauscht, dass nun nur noch einen Radweg ausweist?

Sanierter Radweg am Kammerberg, der Richtung Calden und Espenau führt

Neue Schilder kommen nächste Woche

Akcuru erklärt, dass es Teil der Förderrichtlinien gewesen sei, den Weg nach der Sanierung als reinen Radweg auszuweisen. Darauf habe der Planer bei der Abnahme hingewiesen. Deshalb wurden erst einmal die neuen Schilder angebracht.

Doch da der Radweg von Äckern umgeben ist und unweigerlich dort landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind, setzte sich der Radverkehrskonzeptbeauftragte der Gemeinde, Albert Walch, mit Hessen Mobil in Verbindung. Das Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes Hessen fungiert als Schnittstelle zwischen den Kommunen und dem Wirtschaftsministerium in Wiesbaden, das die Förderung bewilligt hatte. „Die Ackerflächen müssen erreichbar sein“, betont Akcuru.

Nach der Klärung mit Hessen Mobil darf die Gemeinde nun das Schild wieder austauschen und den Weg als gemeinsamen Fuß- und Radweg ausweisen, der auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge freigegeben wird. Die Schilder sind laut Akcuru bereits bestellt und sollen spätestens in der nächsten Woche geliefert und ausgetauscht werden. (Amira El Ahl)

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