Umbau kostet 18.000 Euro

Neue Hindernisse für BMX-Strecke in Ahnatal: Bahn wird schnellen Fahrern angepasst

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Handarbeit: Dennis Schwarz (von links) Andrea Dickhaut, Jürgen Rövenstrunk und Carsten Rövenstrunk vom RSC verteilten 15 Tonnen Asphalt im neugestalteten Bereich vor der ersten Kurve.

Die BMX-Arena in Ahnatal wird gerade von Streckenbauer Tom Ritzenthaler aus den USA umgestaltet - die Bahn muss den schnellen Fahrern angepasst werden.

Die BMX-Fahrer des RSC Ahnatal-Weimar hätten in der vergangenen Woche wenig Freude am Training in der BMX-Arena gehabt. Dort, wo sie sonst mit hoher Geschwindigkeit über die Bahn flitzen, war jetzt Streckenbauer Tom Ritzenthaler aus den USA mit dem Bagger im Einsatz.

Vor sieben Jahren hatte er die Ahnataler Bahn im Auftrag des RSC gebaut. Nun stand ein Umbau auf dem Programm.„Die Fahrer der olympischen Klassen haben sich in den vergangenen Jahren extrem verbessert, sie sind viel schneller geworden“, erklärt Carsten Rövenstrunk, BMX-Fachwart des Vereins, des Bezirks Kassel und von Hessen. Dem soll der Umbau Rechnung tragen.

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Die Hindernisse auf der ersten Geraden wurden so umgestaltet, dass die Sportler auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h gut in und durch die erste Kurve kommen. Ein weiterer Grund für den Umbau sind die Bestimmungen der Union Cycliste International (UCI), dem internationalen Dachverband der Radsportverbände. Die UCI fordert eine Mindestbreite der Bahn von zehn Metern am Starthügel und acht Metern bei der ersten Kurve. „Da sind wir bisher bei 7,50 Meter, das wird jetzt angepasst“, sagt Rövenstrunk. Und schließlich dient der Umbau der Bahn auch dazu, sie interessanter zu machen und mit neuen Hindernissen mehr Trainingsmöglichkeiten zu schaffen.

Der Umbau kostet insgesamt etwa 18.000 Euro. 6000 Euro finanziert der Verein aus Eigenmitteln. Je zehn Prozent der Kosten (1800 Euro) übernehmen die Gemeinde Ahnatal, der Landkreis Kassel und das Land Hessen. Der Landessportbund trägt bis zu 25 Prozent der Gesamtkosten. Der Rest wird über Sponsoren finanziert.

Eine knappe Woche hatte der Verein für die Umgestaltung mit Streckenbauer Ritzenthaler eingeplant, der bereits drei olympische und viele weitere internationale Strecken gebaut hat. In Ahnatal baute er die erste und die dritte Gerade um. Auf der ersten Gerade ist eine Vierfach-Kombination entstanden. Sie ermöglicht verschiedene Sprünge, kann aber auch durchfahren werden. Zudem wurde die Landung in der Kurve flacher und länger gestaltet. Auf der dritten Gerade sind neue Kombinationsmöglichkeiten für die Fahrer entstanden. „Ältere Fahrer können jetzt auch dort eher mal springen, ohne Zeit zu verlieren“, erklärt Rövenstrunk.

Auch Mitglieder des Vereins waren ehrenamtlich im Einsatz und verteilten 15 Tonnen Asphalt im Abschnitt vor der ersten Kurve, bauten den Fahrbahnbelag neu auf und verdichteten ihn, verteilten Mutterboden an den Seiten der Hindernisse und erledigten viele weitere Aufgaben.

An diesem Wochenende stand für die BMX-Fahrer die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm, die vom 5. bis zum 7. Juli in Stuttgart stattfand. Anschließend geht es für Carsten Rövenstrunk und seine Frau Heike zur Weltmeisterschaft nach Zolder in Belgien, wo sie zum Betreuerteam der deutschen BMX-Fahrer gehören.

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