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Neues Hörbuch stellt fast vergessene Grimm-Märchen in den Vordergrund

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Von: Michaela Pflug

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Florian Quanz und Sven Schreivogel mit Tonmeister Thomas Körber im Tonstudio
Arbeiten schon länger zusammen: (von links) die Regisseure Florian Quanz und Sven Schreivogel mit Tonmeister Thomas Körber im Tonstudio beim Sprachschnitt. © Christiane Werner

Schneewittchen, Rapunzel und Aschenputtel kennt fast jeder. Ein neues Hörbuch will nun den vergessenen Helden und Bösewichten aus den Werken der Brüder Grimm zu neuer Bekanntheit verhelfen.

Kassel – Produziert wird es von Florian Quanz, Sven Schreivogel und Thomas Körber. Aktuell laufen die Aufnahmen für „Die unbekannten Grimm-Märchen (gesammelt von Wilhelm und Jakob Grimm)“ in einem Göttinger Tonstudio. Nur einer von vielen Schritten, bis die CD erscheinen kann, erklärt Produzent und Regisseur Florian Quanz. „Wir haben zuerst die gesamten Märchen durchgearbeitet“, sagt der Redakteur mit Wurzeln in Nordhessen. Ausgewählt habe man acht Stücke, die von der Liebesgeschichte über den Schwank bis zum Neckmärchen reichen. „Die wurden dann so aufgearbeitet, dass Kinder heute sie ebenfalls gut verstehen“, sagt Quanz.

Die ersten Aufnahmen machen die Produzenten selbst, testen Länge, Abfolge und Übergänge. „Parallel haben wir uns aber schon auf die Suche nach den passenden Stimmen gemacht“, sagt Quanz. Denn der knarzige Riese müsse doch anders klingen als die schrille Hexe und Abwechslung sei wichtig, um den Hörer bei der Stange zu halten.

In diesem Fall gelang es, die Schauspieler Kornelia Boje und Matthias Wiebalck – beide aus Fernsehkrimis bekannt – zu verpflichten. „Außerdem gibt die Schlagersängerin Linda Hesse bei uns ihr Hörbuchdebüt“, sagt Quanz. Bei der Aufnahme werde schon darauf geachtet, dass Aussprache und Ton stimmen. Geschnitten werden müsse aber trotzdem, etwa um tiefes Atmen zu entfernen.

Doch auch dann ist noch längst nicht alles im Kasten. Es fehlen noch die richtigen Geräusche. „Das hilft, die Stimmung zu untermalen und noch besser in die Geschichte einzutauchen“, erklärt Quanz. Das ist dem Trio aus Nordhessen und Südniedersachsen wichtig, deswegen werden sie exklusiv für die CD klassische Musik einspielen lassen. „Und zwar Musik, die es schon zu Lebzeiten der Gebrüder Grimm gab“, sagt Quanz. Also solche, die sie also selbst hätten wählen können, um ihre Werke zu inszenieren.

Dann ist da natürlich noch die Frage, wie das CD-Cover und das Booklet aussehen sollen. Das gestaltet Bettina Zimmermann und ein Artwork-Spezialist sorgt noch für den richtigen Satz der Schrift. „Ein halbes Jahr dauert der Prozess in etwa“, sagt Quanz. Die CD solle im späten Herbst oder frühen Winter erscheinen – exklusiv bei der HNA.

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