Tradition soll erhalten bleiben

Traditionelles Schlachtefest in Nieste am 1. Mai ist gerettet

Der Heimat- und Verkehrsverein Nieste bekommt Hilfe bei der Ausrichtung des Schlachtefestes. Im Bild (von links) Manfred Frese, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Helmut Lippert von der Wanderschule und Reiner Vetter, zweiter Vorsitzender des Vereins.
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Der Heimat- und Verkehrsverein Nieste bekommt Hilfe bei der Ausrichtung des Schlachtefestes. Im Bild (von links) Manfred Frese, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Helmut Lippert von der Wanderschule und Reiner Vetter, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Lange war es ungewiss, doch jetzt kam die Erleichterung. Dank Unterstützung der Wanderschule konnte das traditionelle Schlachte-Essen in Nieste am 1. Mai gerettet werden.

Eine Vorstandssitzung brachte die Erleichterung: Das Niester Schlachtefest ist gerettet. Manfred Frese (73) und Reiner Vetter (66), erster und zweiter Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Nieste, steht die Freude ins Gesicht geschrieben, als sie erzählen, dass der 1. Mai in Nieste weiterhin mit dem Schlachtefest gefeiert wird.

Seit 30 Jahren gibt es die traditionsreiche Veranstaltung schon, erklärt Vetter. Von Beginn an richtete sie der Heimat- und Verkehrsverein in Eigenregie aus – und das sehr erfolgreich. Das Fest zog bisher jedes Mal 600 bis 750 Besucher an.

Zusammenarbeit und Unterstützung 

Im vergangenen Jahr zeichnete sich aber eine ungewisse Zukunft für die Veranstaltung ab. „Das Problem ist einfach das Alter der Mitglieder“, sagt Helmut Lippert (66) von der Wanderschule, einer Abteilung des Heimat- und Verkehrsvereins.

Bei der Vorstandssitzung am 19. Dezember 2019 hatte die Wanderschule Unterstützung für das Schlachtefest zugesagt. Viele Mitglieder der Wanderschule seien zwischen 30 und 50 Jahre alt, das fehle dem Heimat- und Verkehrsverein. „In der Wanderschule sind die jüngeren Teilnehmer“, erklärt Frese. Mit ihrer Hilfe kann das Fest weiterhin stattfinden, und so wird nun fleißig geplant.

Ausrichtung des Festes ist harte Arbeit

Zur Ausrichtung der Veranstaltung gehört es nämlich nicht nur, am 1. Mai hinter den Verkaufstischen zu stehen. Allein dafür werden rund 30 Leute gebraucht, damit in Drei-Stunden-Schichten der ganze Tag personell abgedeckt ist.

Besonders an den Tagen davor und danach steht harte körperliche Arbeit an. Das Herbeitragen von etwa 50 Bierzeltgarnituren und deren Auf- sowie Abbau sind besonders schweißtreibend. „Das können viele der Mitglieder, die bisher immer geholfen haben, einfach nicht mehr leisten“, erklärt Frese.

Neue Ideen und breites Programm mit Tradition verbinden

Wertvoll seien auch die neuen Ideen, die die Wanderschule mit einbringt. Wellfleisch, Weckewerk und Ahle Wurscht werden natürlich weiterhin fester Bestandteil des Schlachtefestes sein – ebenso wie das Kuchenbuffet ab 14 Uhr und der traditionelle Zeltgottesdienst, der vor dem Schlachtefest abgehalten wird. Das Programm soll aber zusätzlich um eine Wanderung auf dem Grimmsteig und durch das Gläsnertal erweitert werden. Sie soll vormittags stattfinden und von kundigen Wanderbegleitern geführt werden.

Am Nachmittag werden zusätzlich spezielle Aktionen für Kinder angeboten. Passend zur Grimmsteig-Erlebnisregion, in der sich das Niestetal befindet, werden hierbei neben Geschicklichkeitsspielen vor allem Märchen im Vordergrund stehen. 

Das Schlachteessen unter dem Maibaum sei einfach etwas Besonderes, sagt Vetter. Es sei wichtig, die Tradition zu pflegen und mit einem Programm zu verbinden, sagt Lippert. Daher werde sich nun, trotz hoher eigener Auslastung, auch die Wanderschule um das Schlachtefest kümmern.

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