Erster Beigeordneter kandidiert

Bürgermeisterwahl in Nieste: Missing möchte den Chefposten behalten

Klaus Missing ist hier im historischen Ortskern der Gemeinde Nieste zu sehen.
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Stellt sich für den 26. September in Nieste zur Wahl: der Erste Beigeordnete Klaus Missing.

Klaus Missing hat ein klares Ziel vor Augen: „Ich möchte mindestens für zwei Amtsperioden Bürgermeister werden.“ Gibt ihm die Mehrheit der Niester am 26. September ihre Stimme, nimmt sich der 52-Jährige große Projekte vor.

Nieste – Es sind Projekte, „die sich wahrscheinlich nicht sofort umsetzen lassen“. Eine größere, moderne Kita zum Beispiel. „Das aktuelle Gebäude ist einfach zu klein.“ Oder ein gemeinsames Haus für den Bauhof und die Feuerwehr. „Da könnte man Synergien nutzen“, ist Missing überzeugt.

Das Rüstzeug für die Aufgaben als Bürgermeister bringe er mit. Mit großen Budgets umzugehen und Personal zu führen – das kenne Missing aus seinem Beruf als Teil der Geschäftsleitung bei der Firma Bode. Am Kopf einer Verwaltung zu stehen, sei nicht viel anders, sagt der unabhängige Kandidat.

In das Bürgermeisteramt reinschnuppern kann der 52-Jährige bereits seit Ende April. Nachdem der langjährige Bürgermeister Edgar Paul wegen Untreue aus dem Amt gewählt worden und sein Vize Jürgen Ewig nicht mehr angetreten war, musste ein neuer Erster Beigeordneter her. Als solcher führt Missing also seit nunmehr drei Monaten die Geschäfte im Niester Rathaus.

Ungewohnt war das schon, sagt Missing. Vor allem das Tempo sei in der freien Wirtschaft ein anderes. Das werde deutlich, wenn es um Anträge geht, die Nieste bei Behörden stellt. „In der Verwaltungswelt mahlen die Mühlen mitunter langsamer.“

Beim Thema Verwaltung kommt Missing auf ein weiteres Ziel zu sprechen, nämlich die viel zitierte Unabhängigkeit Niestes. „Ich möchte, dass wir unsere Verwaltung weiterhin behalten können.“ Sprich: Dass Nieste nicht von einem anderen Ort aus, beispielsweise aus Niestetal oder Kaufungen, verwaltet wird.

„Ob das klappt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt hat“, sagt Missing. Dafür will er sorgen – und gleichzeitig die großen Projekte angehen. Wie Letzteres genau gehen soll, wolle er erst einmal abklopfen.

Ist er Bürgermeister, möchte der gebürtige Niester wieder bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmischen. Den Posten hatte er aus Berufsgründen an den Nagel gehängt. Dass er schon jetzt rund um die Uhr auf Abruf steht, zeigt Missing damit, dass er seine Handynummer auf seiner Homepage (klaus-missing.de) veröffentlicht hat. Rückendeckung von Frau Sandra und seinen Söhnen Lukas und Jannik hat er dennoch, auch wenn sie womöglich zurückstecken müssen. „Das kennen wir schon“, sagt Sandra Missing – und schmunzelt. „Wir stehen hinter Klaus.“

Von Moritz Gorny

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