Anlieger müssen geduldig sein

Kreisstraße zwischen Heiligenrode und Nieste bleibt gesperrt

Die Kreisstraße zwischen Niestetal-Heiligenrode und der Kreuzung an der Niester Königs-Alm ist wegen Verladearbeiten von Windradteilen gesperrt. Die Sperrung wird noch bis Jahresende aufrechterhalten, womöglich auch bis Ende Januar 2021.
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Die Kreisstraße zwischen Niestetal-Heiligenrode und der Kreuzung an der Niester Königs-Alm ist wegen Verladearbeiten von Windradteilen gesperrt. Die Sperrung wird noch bis Jahresende aufrechterhalten, womöglich auch bis Ende Januar 2021.

Die Kreisstraße zwischen Heiligenrode und Königs-Alm bei Nieste bleibt weiterhin gesperrt.

Nieste – Laut Katrin Walmanns ist die Sperrung für den Transport von Windradteilen erst einmal bis zum 31. Januar beantragt worden. Es sei aber möglich, dass die Strecke zum Jahreswechsel wieder freigegeben werden könne, sagte die Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP). Der letzte offizielle Stand des RP war: Die Straße bleibt nur bis zum 7. November unter der Woche geschlossen. Michael Mahr, der den Transport vor Ort für die Darmstädter Firma Entega koordiniert, hatte das jedoch schon relativiert (wir berichteten).

Denn der Transport der 68 Meter langen Rotorblätter ist heikel. Die Fahrt vom Umladeplatz an der Königs-Alm bis zum Windpark Hausfirste II dauere rund zwei Tage. Ein Selbstlader, der per Fernsteuerung bewegt wird, manövriert die 20 Tonnen schweren Teile durch den Wald. Auf dem Weg könne das Blatt nach Bedarf bis zu 60 Grad nach oben gestellt werden. Fahren könnten die Selbstlader allerdings nur, wenn Wind und Wetter mitspielen, was zuletzt nicht immer der Fall war. „Dadurch kam die Verzögerung zustande“, sagt Mahr. Bei Windgeschwindigkeiten von zehn oder elf Metern pro Sekunde sei der Transport nicht mehr möglich, ebenso wie bei gefrorenen Wegen. „Da würden wir ein zu hohes Risiko eingehen“, sagt Mahr.

Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Rotoren und Stahlsektionen zeitnah an ihren Bestimmungsort zu bringen, damit die Sperrung bald aufgehoben werden kann. „Wir geben alles, damit das schnell geht.“

Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD) sieht die Sache mittlerweile gelassen. „Die Sperrung ist nun richtig ausgeschildert und auch wegen der Alm ist die Sperrung egal, weil sie sowieso wegen des Lockdowns zu ist.“

Zuvor hatte er die Kommunikation des RP kritisiert. Die Behörde hätte nicht rechtzeitig über die Sperrung informiert und die jeweiligen Sprerrungen nicht an den richtigen Orten anzeigen lassen. Die Folge war, dass Anlieger bis zur eigentlichen Sperrung am Gut Windhausen gefahren waren und dort dann umdrehen mussten, um die Umleitung über Staufenberg zu nehmen. Auch für die Autofahrer, die von Nieste kamen, hätte es ein ähnliches Problem gegeben. „Das wurde allerdings mit entsprechender Beschilderung gelöst“, sagt Paul.

Wie Paul und auch Harald Stückrad, Leiter des Gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks, erläutern, ist der Transport der Teile über die Autobahn auf den Umladeplatz an der Alm abgeschlossen. „Nun müssen die Flügel nur noch vom Logistikplatz in den Wald“, sagt Stückrad. Er gehe davon aus, dass das Ende in Sicht ist. (Moritz Gorny)

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