Einkaufen erst nächstes Jahr

Nach Flut: Arbeiten in Niester Nahversorgungszentrum dauern länger

Nicht wieder zu erkennen: Im Nahversorgungszentrum in Nieste mussten nach der Überflutung im Juni Fliesen und Estrich weichen. Es wird noch mehrere Monate dauern, bis der Treffpunkt im Ort wieder zu neuem Leben erweckt werden kann.
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Nicht wieder zu erkennen: Im Nahversorgungszentrum in Nieste mussten nach der Überflutung im Juni Fliesen und Estrich weichen. Es wird noch mehrere Monate dauern, bis der Treffpunkt im Ort wieder zu neuem Leben erweckt werden kann.

Für die Niester dürfte es ein Hammer sein, wenn auch kein ganz so überraschender: Das Nahversorgungszentrum (NVZ) im Ortskern wird erst kommendes Jahr wieder in Betrieb genommen werden.

„Wir peilen an, dass das NVZ ab 31. Januar 2021 wieder ��ffnen kann“, sagt Bürgermeister Edgar Paul (SPD). Das sei allerdings ein ehrgeiziges Ziel, gibt der Rathauschef unumwunden zu. Denn dafür müsste alles reibungslos ablaufen und Aufträge fix an Firmen vergeben werden können.

Eigentlich hatten der Bürgermeister und auch die Geschäftsleute im NVZ gehofft, nach der schweren Flutwelle im Juni, bei der laut Paul ein Schaden von über einer Million Euro entstanden war, schon dieses Jahr wieder ihren Betrieb aufnehmen zu können. Silvio Dreier, Teil der Geschäftsführung der Bäckerei Hermann, hatte sogar den Oktober angepeilt.

Zuletzt hatte laut Paul eine Prüfung ergeben, dass nicht nur der Boden im Bereich des Edeka-Marktes erneuert werden muss, sondern stattdessen im gesamten Gebäude. „Fliesen, Estrich, das musste alles raus“, sagt Paul. Das sorge für Verzögerungen.

Die Bäckerei Hermann hat kurz nach der Überflutung einen Wagen vor dem Haupteingang aufgestellt, an dem Kunden Backwaren bekommen. „Heute Mittag werden zwei Container statt des Wagens aufgestellt, in denen verkauft und produziert werden kann“, sagt Dreier. So seien die Kunden, die Mitarbeiterinnen und auch die Waren in den kalten Monaten vor Witterung geschützt.

Ob künftig weitere Lebensmittel im Außenbereich des Nahversorgungszentrums angeboten werden, ist noch nicht klar: „Nach aktuellem Stand haben wir das aber nicht vor“, sagt Alexander Hartung, der den Edeka-Markt mit seiner Frau Carola führt. Es ergebe aus versicherungstechnischen und finanziellen Gründen keinen Sinn.

Für den Geschäftsführer steht auch das angepeilte Datum Ende Januar auf der Kippe. Es hänge zum Beispiel an den Arbeiten im Gebäude und an Lieferanten der Kühlgeräte. „Und dann ist da auch noch Corona.“ Trotzdem: „Auch wenn ich nicht sagen kann, wann wir öffnen, werden wir doch auf jeden Fall öffnen.“ Gerüchte über eine dauerhafte Schließung des Marktes, die in Nieste grassieren, weist er zurück. „Das stimmt einfach nicht.“ (Moritz Gorny)

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