Auf Niester Herrenwiese

Verrückt nach farbenfrohen Fischen: Peter Altmeyer züchtet und verkauft Koi-Karpfen

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Nur die Tasse Kaffee fehlt noch: Der 61-jährige Peter Altmeyer füttert seine Koi-Karpfen auf seiner Farm in Nieste.

Eine Tasse Kaffee, etwas Fischfutter und ein Teich mit Koi-Karpfen – die perfekte Mischung für Peter Altmeyer. Vor zwei Jahren hat sich der 61-Jährige seinen Karpfen-Traum erfüllt.

Seitdem züchtet und verkauft er die japanischen Edelfische auf einem 4200 Quadratmeter großen Grundstück auf den Niester Herrenwiesen. Rund 2000 der farbenfrohen Fische, die klangvolle Artennamen haben wie Utsurimono, Kinginrin oder auch Kawarimono, tummeln sich in den Becken.

„Mein Sohn Christian und ich machen hier alles selbst“, sagt Altmeyer. Becken ausheben, Folien anbringen, die Stromversorgung, Filteranlagen – alles, was man für gesunde Fische braucht. Vor Kurzem seien zwei große Becken mit je 350 Kubikmeter Wasser hinzugekommen. In den bis zu 2,50 Meter tiefen Teichen lasse er die Koi-Karpfen bis zu vier Jahre wachsen.

Neue Fische kommen erst einmal in Quarantäne

„Wenn ich sie dann verkaufen möchte, muss ich das Wasser ablassen. Mit einem Kescher komme ich sonst nicht weit“, erklärt er mit einem Schmunzeln. Obendrein hat er mit seinem Sohn drei Quarantänebecken gebaut. „Die sind für Fische, die ich neu zugekauft habe.“ So könne er erst einmal prüfen, ob die Neuankömmlinge gesund und munter sind. „Und sie erholen sich von der Reise.“ Ist mit den Tieren alles in Ordnung, kommen sie in eines der größeren Becken. 

Heute kann Peter Altmeyer von seiner Leidenschaft rund um die Fische leben

Altmeyer züchtet und verkauft nicht nur, sondern berät auch beim Teichbau und der Auswahl der richtigen Filteranlagen. Dass er heute als Koi-Experte durchgeht, hätte er vor rund 40 Jahren nicht gedacht. „Die ersten Tiere, die ich damals gekauft habe, sind in ihrem ersten Winter gestorben“, sagt er. 

Damals hätte er die Filteranlage im Winter ausgestellt, das Todesurteil der Koi. „Denn sie brauchen eine ständige Wasserzirkulation im Becken“, erläutert der 61-Jährige. Zusätzlich müsse das Wasser ständig geprüft werden: PH-Wert, Temperatur, Sauerstoffgehalt, Ammonium und Ammoniak – Peter Altmeyer muss alles im Blick behalten. Bis zu zwei mal ist er täglich an den Becken. „Aktuell muss ich auch noch alle zwei bis drei Tage reinigen, denn der Kot der Fische setzt sich am Boden ab“, sagt er.

Neue Filteranlagen sollen Altmeyer bald das Züchterdasein leichter machen

„Dann muss ich nicht mehr so oft putzen“, sagt er. Dazu ist aber noch einiges an Arbeit notwendig, denn die Becken müssen dementsprechend umgebaut werden. Andere Größen, andere Folien, die Filter. Rund 200 000 Euro habe er bislang in seine Teichanlage gesteckt. 

„Ein bisschen verrückt muss man dafür schon sein“, gibt Altmeyer unumwunden zu. Aber so könne er einem seiner liebsten Rituale frönen und es anderen auch ermöglichen: „Mit einer Tasse Kaffee am Teich sitzen und die Fische füttern“ – für Altmeyer gibt es nichts Entspannenderes.

Kontakt: Peter Altmeyer, Nieste, Tel. 05673/7273, Mobil: 0171/6149430. E-Mail: info@ara-koi.de. www.ara-koi.de

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