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Nieste will sich touristisch mausern

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Von: Moritz Gorny

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Bürgermeister Klaus Missing möchte den Tourismus in Nieste weiter ankurbeln. Ein Schmankerl des Ortes, das auch für Gäste interessant sein dürfte, ist die Parkanlage Bleichwiesen.
Bürgermeister Klaus Missing möchte den Tourismus in Nieste weiter ankurbeln. Ein Schmankerl des Ortes, das auch für Gäste interessant sein dürfte, ist die Parkanlage Bleichwiesen. © Boris Naumann

Sie hat überzeugt: Zum vierten Mal in Folge ist dem malerisch gelegenen Nieste das Prädikat des „staatlich anerkannten Erholungsorts“ ausgestellt worden. Der Bürgermeister möchte den Tourismus nun ausbauen.

Nieste - „Wir freuen uns natürlich sehr darüber“, sagt Bürgermeister Klaus Missing. Die Auszeichnung, für die beispielsweise eine ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten sowie Erholungseinrichtungen und Unterkünfte vorhanden sein müssen, spreche für Beständigkeit. In Sachen Tourismus sieht der Verwaltungschef aber noch Entwicklungspotenzial in Nieste.

Möglich sei ein Wohnmobilstellplatz, um Durchreisende anzulocken. „Es gibt immer mehr Wohnmobilisten, die spontan bleiben, wo es ihnen gefällt.“ Für ein Aufenthalt mit ein paar Übernachtungen hätte der Ort einiges zu bieten, etwa ein Restaurantbesuch, Wanderungen oder die Bleichwiesen. Zunächst müsse aber geklärt werden, welche Voraussetzungen die Kommune für einen Stellplatz erfüllen muss.

Auch ein Hotelbetrieb schwebt dem Bürgermeister vor. Hierzu hatte es in der Vergangenheit schon Überlegungen unter Missings Vorgänger Edgar Paul gegeben. Seinerzeit war das damalige Freizeitheim Rotte Breite ins Auge gefasst worden. Pauls Gedanke, hier ein Bettenhaus zu errichten, wurde aber nie umgesetzt. Auch weil sich die Rotte Breite als Flüchtlingsunterkunft eignet. Missing hofft auf einen Privatinvestor, der in Nieste ein entsprechendes Angebot aufbauen möchte. Die Chancen dafür seien jedoch nicht allzu hoch. „Probieren wollen wir es dennoch“, sagt der Rathauschef. Er führe erste Gespräche.

Wichtig ist Missing bei alledem, dass der Tourismus sanft bleibt. „Wir wollen hier natürlich keine Ballermann-Touristen haben.“ Vielmehr solle sich das Angebot vor allem um Erholung drehen. Trotzdem lohne es sich, den Tourismus in Nieste größer zu denken. Zumal sonst kaum eine Möglichkeit bestehe, weiteres Geld in die Gemeindekasse zu spülen.

Missing schaut dabei aber nicht nur auf Nieste, sondern auf den Tourismus in der Region. „Wir können die Angebote noch viel mehr verknüpfen“, sagt er und bezieht sich auf die Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) Grimmsteig-Erlebnisregion. Die Grimmsteig-Tage hätten gezeigt, dass die Mitgliedskommunen gut zusammen arbeiten könnten. Nun koche aber wieder jede mehr ihr eigenes Süppchen. „Ich bin dafür, das zu professionalisieren.“ Nieste könnte hier beispielsweise den Hut aufhaben, aber auch eine andere Kommune, sagt Missing.

Von Moritz Gorny

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