Gemeindeeigentum, Kirche und Privathäuser besprüht

Schmierer in Nieste unterwegs: Mehrere tausend Euro Schaden

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Auch Wände von Privathäusern fielen dem oder den Schmierern zum Opfer.

Eigentlich wollte Helmut Lippert am Sonntagmorgen nur Brötchen fürs Frühstück holen. Als er am Niester Nahversorgungszentrum (NVZ) ankam, war die Wochenendidylle jedoch passé. Dem Gemeindemitarbeiter fielen mehrere großflächige Schmierereien auf.

„Ich habe zufällig den Bürgermeister Edgar Paul getroffen, der auch einkaufen wollte. Wir haben gleich die Polizei gerufen und Anzeige erstattet“, sagte Lippert am Montag bei einem Ortstermin.

Wie Polizeisprecherin Ulrike Schaake bestätigte, hatten unbekannte Täter in der Nacht zu Sonntag nicht nur Wände am NVZ beschmiert. Sie besprühten auch Hausfassaden, Garagentore, Bänke sowie Scheiben der Bushaltestelle, zahlreiche Geräte des Spielplatzes und die Kirche. Laut Schaake trieben die Sprayer ihr Unwesen zwischen Samstag, 18 Uhr und Sonntag, 11 Uhr. „Die Täter waren aber wohl im Schutz der Dunkelheit unterwegs.“ Der Schaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf eine Summe im fünfstelligen Bereich. Für die Sachbeschädigung an den verschiedenen Stellen drohe dem oder den Tätern bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

„Die ganze Sache ist für uns sehr ärgerlich“, sagte Lippert. Denn die schwarzen, gelben, silber- und goldfarbenen Schmierereien seien an zentralen Stellen im Dorf. „Wir sind ein staatlich anerkannter Erholungsort und wollen Gäste anziehen.“ Graffiti seien da alles andere als passend. Ein Teil der „Gang“- und „Ly“-Buchstabenkombinationen sei schnell überzustreichen. „Anders sieht es aber am NVZ aus, hier wurde auf Sandstein gesprüht.“ Der könne erst ab einer Außentemperatur ab zwölf Grad Celsius gereinigt werden, sodass man damit bis zum Frühjahr warten müsse.

Die Gemeinde Nieste hat immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen. Zuletzt hatten Jugendliche in den Sommerferien das Gerätehaus der Grundschule aufgebrochen und darin gelagerte Gegenstände kaputtgemacht. Laut Lippert erlebe Nieste im vergangenen halben Jahr stärkeren Vandalismus. „Das kennen wir hier so nicht.“ Im aktuellen Fall sucht die Polizei nach Zeugen.

Hinweise: 05 61/91 00

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