Übersicht erstellen

Straßen unter die Lupe nehmen: Nieste will Zustand in neuem Kataster erfassen

Eine Straße mit starken Oberflächenschäden.
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Hier muss ausgebessert werden: Unser Foto zeigt die Straße Wartenhof kurz vor der Witzenhäuser Straße.

Wie gut es einer Kommune geht, erkennt man auch an ihren Straßen. Um die knapp 48 Niester Verkehrswege künftig besser im Blick zu behalten, ist ein Straßenkataster geplant.

Nieste – Was die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung beschlossen haben, soll nach den Ferien Umsetzung finden. Der Bauausschuss kümmert sich um eine entsprechende Übersicht. Angedacht ist eine Liste mit allen Straßen. „An jede vergeben wir Schulnoten“, sagt der Ausschussvorsitzende, Torsten Kammerer. Die Note 1 bedeute, die Straße ist im Top-Zustand, eine 6 hingegen, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Dazu wollen die fünf Ausschussmitglieder jede Straße ablaufen. „Wir haben einen fachkundigen Bürger im Boot, der beruflich mit dem Thema zu tun hat, und wissen so, worauf wir achten müssen“, sagt Kammerer. Ziel sei, langfristig abzuschätzen, welche Straße wann und in welchem Umfang überarbeitet werden sollte. „So können wir wahrscheinlich auch verhindern, dass aus einem einfachen Ausbessern ein kompletter Sanierungsfall wird“, so der Ausschussvorsitzende. Aus seiner Sicht gebe es nicht die Straße in der Zuständigkeit der Gemeinde, an der gearbeitet werden müsse. „Es gibt viele mit kleinem Bedarf.“

Parallel holt die Gemeinde laut Erstem Beigeordneten Klaus Missing Angebote von Firmen ein, die ein Kataster digital erstellen. Das hatte UWN-Vorsitzender Mario Lämmerhirt gefordert. Nur so, hatte er argumentiert, könne sich die Gemeinde einen professionellen Überblick verschaffen.

Schließlich seien Straßen ein mögliches Geldgrab, dem müsse man entgegengesteuern. Die Parlamentarier einigten sich darauf, zweigleisig zu fahren: Zum einen setzt der Bauausschuss ein Kataster auf, zum anderen prüft die Gemeinde, wie teuer ein digitales Kataster wäre. „Nach meinem ersten Eindruck kostet das rund 25 000 Euro“, sagt Missing. Ob sich Nieste ein solches Vorhaben leistet, entscheiden die Gemeindevertreter.

Bislang waren Straßen laut Kammerer offenbar auf Zuruf von Bürgern oder basierend auf Erfahrungen von Gemeindemitarbeitern erneuert worden. Mit einem Kataster ließe sich früher handeln. (Moritz Gorny)

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