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Verwirrung um Bushaltestelle in Nieste

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Von: Moritz Gorny

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Thomas Timmerbeil aus Nieste ist nicht klar, wann er in der Endschlagsiedlung an der Behelfshaltestelle einsteigen muss, wann an der normalen Haltestelle.
Thomas Timmerbeil aus Nieste ist nicht klar, wann er in der Endschlagsiedlung an der Behelfshaltestelle einsteigen muss, wann an der normalen Haltestelle. © Moritz Gorny

Weil an der Endschlagsiedlung in Nieste gebaut wird, hält der Bus der Linie 34 manchmal an einer Ersatzhaltestelle. Laut einem Nieser Fahrgast allerdings nicht immer.

Nieste – Dass derzeit eine Ersatzhaltestelle an der Niester Endschlagsiedlung unumgänglich ist, kann Thomas Timmerbeil gut verstehen. Schließlich entsteht hier ein Neubaugebiet, sodass Busse die eigentliche Haltestelle nicht anfahren können.

Der Niester kritisiert allerdings das Chaos, das ihm zufolge beim Busverkehr herrsche.

Mal steuere der Fahrer der Linie 34 die Ersatzhaltestelle an, mal den eigentlichen Haltepunkt, sagt Timmerbeil, der für seinen Weg zur Arbeit in Fuldabrück-Bergshausen auf den Bus angewiesen ist. Beim NVV habe man ihm auch nicht helfen können und auf die ausführende Busfirma Brundig verwiesen. Hier wiederum habe Timmerbeil widersprüchliche Angaben dazu bekommen, ob er an der Bedarfshaltestelle zusteigen muss, oder nicht. „Das geht leider schon seit Monaten so.“

Laut NVV-Sprecherin Judith Féaux de Lacroix wurde die Ersatzhaltestelle im September 2021 eingerichtet. Eine Vollsperrung sei immer dann nötig, wenn ein Kran aufgestellt wird oder größere Anlieferungen für die Neubauten anstehen. Weil es wegen der hohen Bautätigkeit relativ häufig und „durchaus auch spontan“ zu Sperrungen kommt, sei vereinbart worden, dass die Ersatzhaltestelle zunächst bleiben soll.

„Fahrgäste aus dem Bereich Endschlagsiedlung können im Zweifel immer die Ersatzhaltestelle nutzen“, erklärt die Sprecherin, denn der Bus komme immer, auch bei Straßensperrungen an ihr vorbei. Alle Beteiligten seien darüber informiert worden. Beschwerden bei der Gemeinde Nieste habe es zu dem Thema noch nicht gegeben, sagt Bürgermeister Klaus Missing (unabhängig). Durch die Baustellen könne es aber immer wieder dazu kommen, dass Busse nicht die eigentliche Haltestelle anfahren können.

„Ich glaube, dass es teilweise Abstimmungsprobleme gibt“, sagt Missing. Manche Bauherren in der Endschlagsiedlung meldeten dem Gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk (GOB) in Kaufungen nicht, wenn durch Bauarbeiten an ihren Häusern die Straße blockiert werde. „Was der GOB nicht weiß, kann er auch nicht an die Busfirma weitergeben“, sagt Missing. Und so könne das Ganze dann auch nicht an die Fahrgäste weitergegeben werden. Harald Stückrad vom GOB sind bisher weder Beschwerden bekannt, noch Fälle, in denen verpasst wurde, eine Info weiterzugeben. Erst wenn der NVV zu einer möglichen Sperrung angehört wurde und Änderungen für den ÖPNV festgelegt habe, werde die Sperrung angeordnet, erklärt Stückrad.

Darüber werde der NVV wiederum informiert, der gebe die Info weiter an die Busunternehmer und die Fahrgäste. Bei Sperrungen würden neben dem Beantragenden immer auch die Polizei, die Gemeinde, der NVV und die Feuerwehr und Rettungsdienste unterrichtet. Auch bei Fahrdienstleiter Harald Brill vom Unternehmen Brundig kommen die Infos vom NVV an. Die Busse der Linie 34 fahren grundsätzlich in die Endschlagsiedlung, sagt er.

Die einzige Ausnahme, die es gegeben haben könnte, sei während Glasfaserarbeiten gewesen. An einem Tag seien an der Ersatzhaltestelle laut Busfahrer Kabel verlegt worden. Deshalb hätten sie die Ersatzhaltestelle nicht anfahren können.

Darüber habe es keine Info gegeben. Weil die Fahrer dort nicht wenden können, hätten sie die Haltestelle nicht anfahren können, erklärt Brill.

„Wir können nur unsere Infos weitergeben. Nur die Fahrer wissen ja nicht, wie es dort tatsächlich aussieht.“

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