RP prüft aber Verlängerungsantrag

Sperrung bei Nieste ausgesetzt: Vorerst freie Fahrt zur Königsalm

Bis voraussichtlich kommende Woche sind sämtliche Sperrungen der Kreisstraße zwischen Heiligenrode und Königsalm aufgehoben.
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Bis voraussichtlich kommende Woche sind sämtliche Sperrungen der Kreisstraße zwischen Heiligenrode und Königsalm aufgehoben.

Freie Fahrt heißt es seit Freitag auf der Kreisstraße zwischen Heiligenrode und der Königsalm bei Nieste. Bis voraussichtlich kommende Woche sind sämtliche Sperrungen der Kreisstraße aufgehoben.

Nieste - Noch am Donnerstag waren mit Ablauf der Genehmigung für den Antransport von Windkraft-Anlagenteilen für den neuen Windpark Hausfirste II sämtliche Sperrungen und Umleitungsschilder abgebaut worden.

Damit haben die am Transport beteiligten Firmen der Anordnung des Regierungspräsidiums (RP) entsprochen. Demnach waren Sperrungen nur im Zeitraum zwischen dem 11. August und dem vergangenen Donnerstag, 3. September, zulässig. „Tatsächlich wird jetzt zumindest an diesem Wochenende die Strecke zwischen Heiligenrode und Königsalm komplett frei bleiben“, bestätigt RP-Sprecherin Katrin Walmanns.

Doch werden die Sperrungen damit noch nicht beendet sein. Denn noch am Donnerstag hatte das RP von den an den Windkraft-Transporten beteiligten Firmen – quasi auf den letzten Drücker – einen Antrag auf Verlängerung der Sperrfrist erhalten. Damit bewahrheitet sich nun die Vermutung von Niestes Bürgermeister Edgar Paul (SPD), „dass es mit den Sperrungen lange noch nicht vorbei ist“.

Wie die HNA berichtete, liegt Paul eine verkehrsbehördliche Anordnung von Hessen Mobil vor, nach der noch bis zum 7. November Anlieferungsfahrten von Windkraft-Anlagenteilen über die A 7-Anschlussstelle Kassel-Nord genehmigt sind. „Dann ist es nur logisch, dass sich die Transportfahrten und damit auch die Sperrungen zwischen Heiligenrode bis rauf zur Königsalm noch bis zum 7. November fortsetzen werden“, sagt Paul. Ihm liege vor allem viel daran, dass der aktuell kriselnde Gastrobetrieb Königsalm für Gäste wieder ohne umständliche Umleitungsfahrten über Uschlag und Dahlheim erreichbar ist.

„Tatsächlich werden wir diesen Antrag jetzt prüfen“, sagt Walmanns. Dafür werde eigens ein Anhörungsverfahren mit Ortstermin angestoßen. „Am Montag wird es ein Treffen am Umladeplatz gleich neben der Kreisstraße nahe der Königsalm mit den beteiligten Firmen, mit Behördenvertretern und mit Bürgermeister Edgar Paul geben“, sagt Walmanns.

Bei diesem Ortstermin werde dann diskutiert, wie lange die Sperrungen insgesamt noch andauern sollen und an welchen Wochentagen die temporären Sperrungen zulässig sein sollen. „Dabei wird Edgar Paul auch die Möglichkeit haben, seinen Vorschlag zur Einrichtung einer immer frei bleibenden Fahrgasse zu unterbreiten, um Sperrungen grundsätzlich zu vermeiden.“ In einem Abwägungsprozess würden dann alle gesammelten Argumente zusammengeführt und eine Lösung entwickelt.

So könne das RP derzeit noch nicht sagen, ob die temporären Sperrungen tatsächlich noch bis zum 7. November genehmigt würden, und auch nicht, wie die Rahmenbedingungen für noch anstehende Sperrungen aussehen werden. Wenigstens soll es an den Wochenenden keine Sperrungen geben. „Das alles wird sich in der kommenden Woche klären, sodass wir schon bald konkrete Angaben machen können“, kündigt Walmanns an.

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