Immer dem G nach

Wanderbegleiter stellen neue Hinweisschilder auf dem Grimmsteig auf

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Neue Schilder am Grimmsteig: Wanderbegleiter Carsten Noll und Markus Schmidt schrauben das „G“ an den neuen Pfosten, damit Wanderer nicht den falschen Weg wählen. 

Das Wetter und die Zeit haben an den Schildern genagt. Manche grünen „G“s am Weg des Grimmsteigs sind für Wanderer nur noch schwer erkennbar. Jetzt wurden sie ersetzt. 

Deshalb haben sich Carsten Noll und Markus Schmidt mit Hänger und Holzpflöcken auf den Weg gemacht, um neue Pfosten anzubringen.

Schmaler, windsicherer und wetterfester sollen sie sein, die bis zu 50 Wegmarkierungen, die Noll und sein Kollege in zwei Wochen anbringen. „Die Wanderwege müssen am Leben gehalten werden“, sagt Noll, „und das muss mit Liebe gemacht werden“. Dafür fahren die ehrenamtlichen Wanderbegleiter der Grimmsteigtouristik den Weg erst ab, dann laufen sie ihn mit dem Rucksack entlang. Denn ein aktuelles Kataster, das alle Schilder an den Orten auflistet, gibt es nicht.

Bevor sie an der Stelle anhalten, wo sie gleich ein neues Schild in den Boden schrauben, sagt Noll: „Wir wissen nie, ob es gut geht oder nicht.“ Denn die Stahlhülsen für den Holzpflock lassen sich nicht immer leicht in den Boden schrauben. Deshalb ist im Hänger ein Stromaggregat, das nachhilft, wenn die reine Muskelkraft nicht ausreicht.

„An dieser Stelle verlaufen sich viele“, weiß Wanderbegleiter Noll. Das alte Holzschild zeigt in eine Richtung, bei der man nicht genau weiß, ob man auf der Route bleiben soll oder den Trampelpfad hangabwärts nehmen muss. Die Schilder an den Bäumen seien ab Frühling schwer zu erkennen oder auch zugewachsen.

Viele der aktuellen Schilder sind mit einem Betonfundament im Boden verankert, was immer einen Eingriff in die Natur bedeute. „Die instand zu halten, ist ein Problem“, sagt Noll. Vor allem in Naturhölzer ziehe schnell Feuchtigkeit ein. „Manche faulen auch einfach weg“. Manche würden beschädigt oder seien schlecht lesbar.

Die neuen Schilder sind leicht austauschbar, schnell aufgebaut und lange haltbar. Während die alten Holzschilder mal wieder abgeschliffen werden müssten, so Noll, könne man die Plastikschilder einfach abwischen.

Für Mitte März gibt es die ersten Übernachtungsbuchungen bei der Grimmsteigtouristik von Wanderern. „Da sollte der Weg schon in einem vernünftigen Zustand sein“, sagt Noll. Wichtig sei, dass Wanderer in regelmäßigen Abständen Bestätigung haben, dass sie noch auf dem richtigen Weg sind. „Die Leute werden nervös, wenn sie lange kein G sehen“, weiß Noll. Davon wird es bis zum Frühling nun mehr geben. Und wenn Noll und Schmidt fertig sind, haben nicht nur Wanderer eine bessere Orientierung, sondern die Wanderbegleiter auch einen Plan über alle Schilder.

Mehr Infoszum Grimmsteig gibt es im Internet unter grimmsteig.de

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