Interview mit dem Herzbuben Wolfgang Schwalm

Wildecker Herzbuben treten auf der Königsalm auf: „Herzilein ist unser Leben“

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Die Wildecker Herzuben.

Wer an Volksmusik denkt, kommt an den Wildecker Herzbuben nicht vorbei. Vor allem ihr Hit „Herzilein“ dürfte jedem ein Begriff sein.

Am Samstag, 10. August, treten sie zum zehnten Geburtstag der Königs-Alm in Nieste beim Open Air in Nieste auf. Wir haben mit dem Herzbuben Wolfgang Schwalm gesprochen – über die Show auf der Alm, Trompetensoli und natürlich über Herzilein.

Hand aufs Herz, Herr Schwalm: Sind sie manchmal davon genervt, ihren berühmten Hit „Herzilein“ zu singen?

Um Gottes Willen, wir singen Herzilein jedes Mal auf der Bühne mit neuer Inbrunst. Herzilein ist unser Leben.

Vor knapp dreißig Jahren haben Sie in Susis Café das erste Mal ihren späteren Superhit gespielt. Wie fühlte sich das damals an und wie ist es heute?

Es war einer unserer ersten Auftritte und da waren wir natürlich sehr nervös. Keiner wusste, was da passiert. Dazu kommt, dass wir bis dahin nur eine LP mit zwölf Titeln hatten. Damit mussten wir das ganze Konzert machen. Wir haben es damals natürlich noch nicht gewagt, irgendwelche Ausschweife in andere volkstümliche Lieder, mit Trompetensoli oder Ausflügen zu Queen zu machen. Wir waren ängstlich und wollten gucken, wie das Publikum reagiert. Es war aber schon ein Erfolg in Susis Café.

Und wie ist es heute?

Nach fast 30 Jahren ist natürlich eine gewisse Routine eingekehrt. Trotzdem hat jeder Auftritt noch etwas Besonderes. Lampenfieber hatte ich zum Glück noch nie in meinem Leben, aber mein Kollege braucht ein oder zwei Titel, um warm zu werden.

An wen denken Sie, wenn Sie Herzilein singen?

Wir sind einfach in der Musik drin und denken an niemanden. Was aber da ist, ist Freude über den Riesen-Erfolg des Titels. Wir haben ja nicht damit gerechnet, dass Herzilein so durch die Decke geht, obwohl die Plattenfirma sagte, dass es ein Hit wird. Wir waren Newcomer und was da mit dem Plattenvertrag an Medieninteresse durch Fernsehen und Rundfunk auf uns zu kommen würde, hätten wir nicht gedacht.

Die Königs-Alm feiert im August ihr Zehnjähriges – und die Herzbuben sind eingeladen...

Wir freuen uns riesig, bei diesem gewaltigen Programm dabei sein zu dürfen. Hartmut Apel (Anm. der Redaktion: der Geschäftsführer der Königs-Alm) hat die Créme de la Crème der Volksmusik und teils auch des Schlagers eingeladen, um das Jubiläum der Alm zu feiern.

Was hat die Königs-Alm, was andere Veranstaltungsorte nicht haben?

Ich bin vor allem vom Flair der Königs-Alm begeistert. Man erwartet einen Veranstaltungsort und eine Gaststätte mit diesem Bergcharakter ja nicht im Kasseler Umland. Man geht da rein und sagt: „Boah, hier fühle ich mich wohl, hier bin ich zuhause.“ Wo gibt es das hier noch in dieser Art? Man hat einfach – egal ob drinnen oder draußen – den Eindruck, man ist in den Alpen.

Und dieses Flair kommt auch bei den Konzerten im August zum tragen?

Ja und wir werden uns alle Mühe geben, die Leute zu begeistern. Wir werden richtig feiern.

Können Sie schon ein bisschen verraten, was die Besucher bei erwartet?

Wir werden etwas machen, was wir seit mindestens 15 Jahren nicht mehr gemacht haben. Wir werden verschiedene Medleys mit Anita und Alexandra Hofmann spielen und die Leute überraschen. Mehr wird nicht verraten.

Sie stimmen sich mit dem Alm-Geburtstag quasi auf den Eigenen ein. 2020 gehen Sie auf Tour, um den 30. der Wildecker Herzbuben zu feiern. Worauf können sich die Fans da freuen?

Die Tournee heißt „Heimatgefühle“ und mit Sigrid und Marina überlegen wir gerade, welche Songs wir spielen. Mit den beiden waren wir ja dieses Jahr schon sehr erfolgreich unterwegs. Natürlich müssen wir kommendes Jahr wieder was Neues bieten und das werden wir tun.

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