1. Startseite
  2. Lokales
  3. Kreis Kassel
  4. Niestetal

Eva-Maria Noras spendet 150 Mützen für Frühchen ans Klinikum Kassel

Erstellt:

Von: Theresa Novak

Kommentare

Strickt gerne und tut dabei noch Gutes: Eva-Maria Noras spendet kleine, warme Mützchen an die Frühchen-Station im Kasseler Klinikum.
Strickt gerne und tut dabei noch Gutes: Eva-Maria Noras spendet kleine, warme Mützchen an die Frühchen-Station im Kasseler Klinikum. © Theresa Novak

Wenig Gewicht, geringe Körpergröße und ein Kopf, so klein wie ein Apfel – mit diesen Voraussetzungen müssen Frühchen ins Leben starten. Um ihnen und ihren Eltern dieses Schicksal ein klein wenig leichter zu machen, strickt Eva-Maria Noras aus Niestetal-Sandershausen Mützchen.

Niestetal – Passend zum Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November hat sie einen Korb voll von bunten, gemütlichen Kopfbedeckungen gepackt. „Für ihre kleinen Köpfe, über die die meiste Wärme verloren geht“, sagt die Rentnerin.

Aber nicht nur deswegen strickt Noras seit mehreren Jahren Mützchen für Frühchen. „Sondern auch, weil das einfach niedlicher und bunter aussieht. Außerdem erkennen die Eltern ihre Kinder dann gleich anhand der Mützen, wenn sie ihre Babys im Krankenhaus besuchen.“

Da gibt Noras die etwa 150 gestrickten Mützen ab, genauer gesagt, auf der Frühchen-Station im Kasseler Klinikum. Dort werden laut Pflegefachleitung etwa 600 Kinder im Jahr behandelt – der Bedarf ist also recht groß.

„Jedes Kind dort braucht eine Kopfbedeckung“, sagt Noras. Und wenn die Eltern keine Mütze mitbringen – was nicht alle tun – wird so eine Art Verband aus einer Mullbinde auf den Kopf der Kinder gezogen. Da ist eine bunte Mütze mit Muster doch viel schöner.“

Für Noras ist das ein Hobby, bei dem sie entspannen kann und auch noch etwas Gutes tut. Die Idee, ihr Handarbeitstalent für diesen Zweck zu nutzen, kam durch eine Strickgruppe der katholischen Bildungsstätte Kassel. „Da habe ich mal mitgemacht. Seit es diese nicht mehr gibt, mache ich einfach privat weiter.“

Sie achte darauf, dass die Wolle dünn ist, nicht fusselt und bei 40 Grad waschbar ist. Mehr müsse nicht beachtet werden.

Der Rentnerin fällt das Stricken leicht. „Ich arbeite immer mal ein paar Minuten zwischendurch und lasse dabei meine Gedanken schweifen.“ Lange Zeit am Stück gehe sie diesem Hobby selten nach. „Nur, wenn es regnet.“ Wenn das Wetter also schlecht ist, schafft sie manchmal eine Mütze am Tag.

Noras ist auch sonst geschickt in Vielem, was mit Handarbeit zu tun hat. „Ich habe auch gestickt und früher zum Beispiel gern Gestecke aus Trockenblumen gemacht.“ Geschenke schön herrichten, kann sie auch. Die 69-Jährige hat als Minijobberin bei Douglas Pakete in der Weihnachtszeit eingepackt – und das, obwohl sie längst in Rente ist. „Bei mir muss immer was los sein, ich langweile mich nicht gerne“, sagt sie.

2016 ist sie in den Ruhestand gegangen und arbeitet seitdem trotzdem weiter bei ihrem Arbeitgeber, der Handwerkskammer Kassel. „Ich bearbeite dort die Lehrverträge, das macht mir immer noch Spaß.“ (Theresa Novak)

Auch interessant

Kommentare