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Mit 25 Jahren Verspätung: Fehlende Bäume werden in Niestetal nachgepflanzt

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Von: Moritz Gorny

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Soll mit Bäumen versehen werden: Die Verkehrsinsel liegt im Niestetaler Ortsteil Sandershausen, an der Dr.-Elisabeth-Selbert-Straße, Ecke Christine-Brückner-Straße. Ein entsprechender Antrag der Grünen ist am Donnerstagabend positiv beschieden worden.
Soll mit Bäumen versehen werden: Die Verkehrsinsel liegt im Niestetaler Ortsteil Sandershausen, an der Dr.-Elisabeth-Selbert-Straße, Ecke Christine-Brückner-Straße. Ein entsprechender Antrag der Grünen ist am Donnerstagabend positiv beschieden worden. © Moritz Gorny

Wer Gesetze festlegt, sollte sich auch selbst dran halten: Das ist die Lehre aus der vergangenen Niestetaler Parlamentssitzung.

Niestetal – Da hatte ein Antrag der Grünen-Fraktion gezeigt, dass die Gemeinde Niestetal zwar in einem Bebauungsplan Bäume für eine Verkehrsinsel vorgesehen hatte. Gepflanzt wurden diese an der Dr.-Elisabeth-Selbert-Straße, Ecke Christine-Brückner-Straße allerdings nicht. Der Grünen-Antrag, dem Vorhaben nach 25 Jahren nachzukommen, wurde mehrheitlich angenommen.

Der Co-Fraktionschef der Grünen, Alois Lorscheider-Brinkmann, stellte den Antrag vor und verwies auf den vergangenen Sommer. „Seitdem sollte jedermann und jederfrau klar sein, was mit der Klimaverschiebung auf uns zugekommen ist und warum jeder Baum und jede Anpflanzung erforderlich ist“, sagte er. Bäume seien überaus wichtig, als Schattenspender und Lebensraum. Seine Fraktion wolle nicht jeden B-Plan durchforsten, um mögliche Rückstände beim Pflanzen aufzudecken. In diesem Fall sei es der Fraktion aber aufgefallen – und nun müsse gehandelt werden.

Alois Lorscheider-Brinkmann Grünen-Fraktion
Alois Lorscheider-Brinkmann Grünen-Fraktion © Boris Naumann

Dem pflichtete auch ein Großteil der CDU-Fraktion bei. Vorsitzender Erich Schaumburg unterstrich, dass zunächst aber der Untergrund geprüft werden müsse. Schließlich sollten die Bäume auch angehen und gedeihen können. Zwei Christdemokraten enthielten sich bei der Abstimmung.

Für die SPD sprach Bürgermeister Marcel Brückmann und sparte nicht mit Selbstkritik: „Wie peinlich“, fasste das Gemeindeoberhaupt die Sache kurz zusammen. Die Verwaltung habe eine Vorbildfunktion. Wolle sie der gerecht werden, müsse sie sich auch an die eigenen Regeln halten.

Die Fraktionen einigten sich schließlich darauf, zunächst zu prüfen, wie viele und welche Bäume hier gepflanzt werden könnten. Ebenso sollen vorab die Anlieger informiert werden, so der Tenor.

Am Rande der Sitzung erläuterte Bürgermeister Brückmann auf Nachfrage, dass die Bäume vermutlich im kommenden Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden könnten. Jetzt stünden aber erst einmal Prüfungen an. Foto: boris naumann

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