Spatenstich für Freizeiteinrichtung

Bauarbeiten für neues Hallenbad in Niestetal beginnen

Plan für das neue Hallenbad in Niestetal.
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So soll das neue Hallenbad in Niestetal aussehen.

Jetzt geht es los: Der Spatenstich für das neue Schwimmbad in Niestetal hat am Dienstag stattgefunden.

Niestetal – Die Erleichterung war Niestetals Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD) anzumerken, als am Dienstagnachmittag ganz offiziell zum Spatenstich zum Bau des neuen Hallenbades auf dem Wiesengrundstück zwischen Bauhof und Autobahnbrücke an der Heiligenröder Straße gerufen wurde. „Nach vielen Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit kann es nun endlich losgehen“, sagte Brückmann.

Namhafte Gäste waren gekommen. Ulrike Gottschalck, die im März 2017 noch als SPD-Bundestagsabgeordnete Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro locker gemacht hatte, war ebenso dabei wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels, dem es genau drei Jahre später im März 2020 gelungen war, vom Bund noch einmal eine Million Euro Fördermittel für das Projekt zu gewinnen. „Das neue Schwimmbad für Niestetal ist ein historisches Projekt. Das macht uns keiner so schnell nach“, sagte Gremmels gegenüber der HNA.

Vizelandrat Andreas Siebert (SPD), der selbst noch als Bürgermeister Niestetals bis 2018 mit der Planung und Vorbereitung des neuen Hallenbades beschäftigt war, betonte die große Bedeutung des Projektes nicht nur für Niestetal, sondern auch für den Kasseler Osten, den Landkreis Kassel sowie für Süd-Niedersachsen. „Mit dem Spatenstich setzten wir auch ein Zeichen dafür, dass hier bei uns die Entwicklung weitergeht – trotz der aktuellen Corona-Situation“.

Projektmanager Thiemo Glomb hob angesichts vieler genommener bürokratischer Hürden den großen Rückhalt aller beteiligten Akteure hervor. „Ohne diese Unterstützung hätte das Projekt so nicht entwickelt werden können“, sagte Glomb.

Nach dem Spatenstich: Bürgermeister Marcel Brückmann (links) mit Günther Köhler, Mitglied der SPD-Fraktion in Niestetal. Er hat das Modell gebaut.

Der Kasseler Bauunternehmer Kai Emmeluth – seine Firma hat die Zuschläge für den Tief- und den Rohbau des neuen Schwimmbads erhalten – kündigte an, in etwa drei Wochen mit dem Bau zu beginnen. Zunächst würden sämtliche Versorgungsleitungen sowie der Fernwärmanschluss für das neue Hallenbad hergestellt. Anschließend werde das Gelände um 60 Zentimeter angehoben, um es hochwassersicher zu machen. „All das wird voraussichtlich noch in diesem Winter zu schaffen sein“, sagte Emmeluth. Mit dem Rohbau werde dann im Frühjahr 2021 begonnen.

„Im Juni 2022 soll das Schwimmbad dann für den ersten Testbetrieb fertig sein“, sagte Bürgermeister Brückmann. Die eigentliche Eröffnung sei für Anfang September 2022 vorgesehen, also zum Saisonende für das Niestetaler Naturerlebnisbad.

Insgesamt wird das neue Hallenbad als Ersatzneubau für das alte Wichtelbrunnenbad zwölf Millionen Euro kosten. Fünf Millionen Euro kommen vom Bund, eine weitere Million Euro ist voraussichtlich vom Land aus dem Swim-Programm zu erwarten. Sechs Millionen Euro stemmt die Gemeinde selbst.

Derzeit zeichne sich nicht ab, dass die aktuelle Corona-Lage die Baukosten wider Erwarten in die Höhe treiben werde. „Im Zuge der ersten Ausschreibungen haben wir festgestellt, dass der gesteckte Kostenrahmen eingehalten werden kann“, sagte Brückmann. Was die Berücksichtigung der Preisentwicklungen in der Baubranche anginge, habe das beauftragte Kasseler Planungsbüro infa+net sehr vorausschauend und kostensicher geplant.

„Ich freue mich sehr, dass die Niestetaler jetzt ihr neues Hallenbad bekommen werden“, sagte Brückmann. Auch wenn immer wieder Kritik laut werde, unter den gegebenen Umständen sowie angesichts knapper Kassen an solch einem Großprojekt festzuhalten – „wir liefern nun endlich ein Schwimmbad, das sich die Bürger wünschen.“ (Boris Naumann)

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