Eröffnung in Sandershausen für Ende 2022 geplant

Baustart für siebten Kindergarten in Niestetal

So wird der neue Kindergarten Am Wolfsgraben aussehen: Gut sind die Gebäudesegmente für die einzelnen Gruppen zu erkennen. Ein weiterer Gruppenraum befindet sich im rückwärtigen Teil des Gebäudes.
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So wird der neue Kindergarten Am Wolfsgraben aussehen: Gut sind die Gebäudesegmente für die einzelnen Gruppen zu erkennen. Ein weiterer Gruppenraum befindet sich im rückwärtigen Teil des Gebäudes.

Die Arbeiten für den Bau des siebten Kindergartens in Niestetal haben begonnen. Bereits seit einigen Tagen heben Bagger an der Straße Am Wolfsgraben in Sandershausen das Bauloch für das Fundament aus.

Niestetal - Das geplante ebenerdige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 2200 Quadratmetern soll später 120 Kinder in insgesamt sechs Gruppen (zwei davon sind U3-Gruppen) aufnehmen können.

Insgesamt ist eine Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr veranschlagt. Nach bisheriger Planung soll der Kindergarten Mitte 2022 fertig sein. Anschließend erfolgt die Ausstattung.

Die Eröffnung ist zunächst für den 31. Dezember 2022 vorgesehen. Damit verschiebt sich das Projekt insgesamt um knapp zwei Jahre. Im Juni 2019, als der Kindergartenbau beschlossen wurde, war noch von einer Fertigstellung Anfang 2021 die Rede gewesen.

„Wir haben viel Arbeit und Mühe in die Planung des Kindergartens gesteckt“, sagt Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD). Niestetal verzeichne nicht nur viele Zuzüge junger Familien, sondern auch Geburten. Auch hätten sich die Anforderungen an die Kinderbetreuung mit Blick auf Qualität und Betreuungszeiten geändert, sagt Brückmann. „Darauf wollen wir und können nun auch mit dem neuen Kindergarten reagieren“, sagt Brückmann.

Insgesamt wird der Neubau rund 7 Millionen Euro kosten, 1,8 Millionen Euro kommen nun doch noch als Fördermittel aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund und Land. Ermöglicht hatte das der Landkreis Kassel.

„Damit ist das Finanzierungsloch, das wir im vergangenen Jahr erlitten haben, wieder geschlossen“, sagt Brückmann. Damals war die stets fest eingeplante Fördersumme von 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur Förderung von Kinderbetreuung nicht ausbezahlt worden, weil die Mittel aus dem Programm vorzeitig erschöpft waren. Niestetal war damals nicht die einzige Kommune im Landkreis, die diese bittere Pille schlucken musste.

„Es ist leider nach wie vor so, dass der Bund die Kommunen in Sachen Kitabetreuung und Bildung viel zu wenig unterstützt“, sagt Brückmann. Tatsächlich würden Kommunen bei der Baufinanzierung wie auch bei den laufenden Kosten stark in Anspruch genommen. „Allein der Betrieb des neuen Kindergartens wird uns jedes Jahr eine Million Euro kosten“, sagt Brückmann.

Laut Beschluss der Gemeindevertretung Niestetal soll der neue Kindergarten nicht unter kommunaler, sondern mehr unter freier Trägerschaft stehen.

Aktuell prüfe die Verwaltung, ob der Beschluss, so wie er formuliert sei, auch funktionieren kann. „Das Ergebnis soll in der kommenden Gemeindevertretersitung am Donnerstag, 23. September, vorgestellt werden“, sagt Brückmannn. Dann werde noch einmal darüber diskutiert, ob der Beschluss tatsächlich so umgesetzt, angepasst, oder ob auf ihn sogar verzichtet werden soll.

Insofern habe die Gemeinde auch noch nicht mit dem eingeforderten Interessenbekundungsverfahren oder mit einer Ausschreibung begonnen. „Gleichwohl haben wir schon Bewerbungen von freien Trägern erhalten“, erklärt Brückmann abschließend weiter. (Boris Naumann)

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