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CDU Niestetal fordert Schließung des Wichtelbrunnenbades

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Das Bild zeigt den Haupteingang des Wichtelbrunnenbades
Rund 200 000 Euro Heizkosten will die Niestetaler CDU-Fraktion durch eine Schließung des Wichtelbrunnenbads einsparen. © Andreas Fischer

Die Niestetaler CDU fordert die Schließung des Wichtelbrunnenbades.

Niestetal - Einen entsprechenden Antrag will die CDU-Fraktion in der nächsten Gemeindevertretersitzung im September stellen. Demnach soll das Wichtelbrunnenbad zu Beginn der kommenden Herbst- und Wintersaison nicht mehr für den Badebetrieb geöffnet werden. Als Grund führt die CDU die aktuelle Gas- und Energiekrise an. „Das Wichtelbrunnenbad wird mit Erdgas beheizt, die Energiekosten belaufen sich derzeit auf etwa 200 000 Euro im Jahr und werden durch die für den Herbst angekündigte Gas-Umlage weiter steigen“, sagt der stellvertretende CDU- Fraktionsvorsitzende Christian Götte.

So habe der Landkreis Kassel laut Empfehlungen der Bundesregierung und der EU-Kommission bereits einen Notfallplan veröffentlicht, der einer möglichen Gasmangellage im Herbst entgegenwirken soll. Die Pläne sehen unter anderem im Notfall die Schließungen von Sporthallen und Freizeiteinrichtungen vor. Auch im Bereich der Schulen könne es zu Einschränkungen und gegebenenfalls zu Schließungen kommen.

„Daher möchte die CDU-Fraktion mit der Schließung des Wichtelbrunnenbads einen Beitrag zum Gas-Sparen leisten“, sagt Götte. Es sei nicht hinnehmbar, dass Schulen möglicherweise geschlossen oder nicht mehr ausreichend beheizt würden, gleichzeitig aber eine Freizeitstätte wie das Wichtelbrunnenbad geöffnet bleibe.

Neben der Energieeinsparung hätte eine Schließung des Wichtelbrunnenbades auch eine deutliche Entlastung des Gemeindehaushalts zur Folge und würde den Handlungsspielraum der Gemeinde Niestetal verbessern, um steigende Energiekosten bei anderen gemeindlichen Einrichtungen, welche mit Gas und Heizöl betrieben werden, abzufedern.

„Die Schließung des Wichtelbrunnenbads und damit der Verzicht auf ein Schwimmbad wäre auch nur vorübergehend“, sagt Götte. „Denn im Herbst 2023 soll das neue Schwimmbad eröffnet werden, das mit der umweltfreundlicheren und unabhängigeren Fernwärme beheizt wird.“ Grundsätzlich erachte die CDU-Fraktion den Verzicht auf eine Schwimmmöglichkeit für diesen begrenzten Zeitraum als zumutbar und vertretbar.  bon

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