Dividende mit Wind und Sonne

Niestetaler Energiegenossen fahren bislang bestes Ergebnis ein

Seit 2016 gibt es den Windpark Stiftswald mit aktuell neun Windrädern. Drei weitere Anlagen sollen hinzukommen. Die DEiN ist derzeit zu vier Prozent an dem Windpark beteiligt. Archiv
+
Seit 2016 gibt es den Windpark Stiftswald mit aktuell neun Windrädern. Drei weitere Anlagen sollen hinzukommen. Die DEiN ist derzeit zu vier Prozent an dem Windpark beteiligt.

Die Niestetaler Bürgerenergiegenossenschaft (DEiN) wird zum fünften Mal seit Bestehen eine Dividende auszahlen – diesmal in Höhe von 3 Prozent, was einem Betrag von 7,50 Euro pro Anteil entspricht.

Niestetal - Zu dem Ergebnis für 2020 trugen nicht nur die vier eigenen Fotovoltaikanlagen, sondern auch die Beteiligungen an den Windparks Söhrewald/Niestetal und Stiftswald bei. Erstmals floss auch der Windpark Kreuzstein in die 2020er-Bilanz mit ein. Die DEiN ist seit November 2019 mit 1,9 Prozent an dem Windpark nördlich von Helsa-Wickenrode beteiligt.

So beträgt die Bilanzsumme für das Jahr 2020 rund 1,9 Millionen Euro. Das ist eine Ergebnisverbesserung von 100 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Damit fahren die Niestetaler Energiegenossen ihr bislang bestes Ergebnis ein. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von rund 62 000 Euro aus (Vorjahr rund 53 000 Euro). Für das Geschäftsjahr 2021 wird sogar ein Jahresüberschuss von gut 80 000 Euro erwartet.

Aktuell zählt die DEiN 232 Mitglieder, die 6682 Anteile halten, was einer Einlage von 1,67 Millionen Euro entspricht. „Unsere Investitionsbereitschaft ist hoch“, sagt Jürgen Drewitz vom Vorstand. Die Investitionsmöglichkeiten seien derzeit begrenzt. Mitglieder könnten seit Anfang 2020 keine weiteren Anteile mehr zeichnen, um nicht zu viel Kapital anzuhäufen, das nicht investiert werden könne. „Wir haben eine Warteliste“, sagt Drewitz. Bei Bedarf an Investitionskapital könnten wieder Anteile gezeichnet werden.

„Aktuell gibt es eine Reihe von Gesprächen der nordhessischen Bürgerenergiegenossenschaften untereinander in Bezug auf Beteiligungen an weiteren Windparks in Nordhessen“, sagt Drewitz. Interessant für die DEiN sei vor allem die geplante Erweiterung des Windparks Stiftswald um drei weitere Rotoren. Das Projekt wird derzeit vorbereitet, nach aktueller Planung könnte der Baustart schon 2024, die Fertigstellung 2025 erfolgen. „Wenn uns die Gesellschafterversammlung grünes Licht gibt, wären wir sofort mit dabei“, sagt Drewitz.

Auch sei die DEiN nach wie vor im Kontakt mit der Gemeinde Niestetal über den Einsatz von Fotovoltaik im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebiets am Sandershäuser Berg. Aktuell sind dort großflächig PV-Anlagen auf Gebäudedächern geplant, die im Zuge von Neuansiedlungen entstehen sollen. „Diese PV-Anlagen könnten ebenso wie die Windparks östlich von Kassel von einer Betreibergesellschaft mit Bürgerbeteiligung betrieben werden“, sagt Drewitz. „Wir setzen sehr darauf, dass eine zukünftige Bundesregierung auch in dieser Hinsicht die Rahmenbedingungen zur Energieerzeugung aus regenerativen Quellen deutlich verbessert.“ (Boris Naumann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.