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Eiscafé zieht nach 50 Jahren in Sandershausen um

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Von: Boris Naumann

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Neue Adresse am Naturerlebnisbad: Thorsten Böer und Lucia Deligia, die Betreiber des Eiscafés Sardegna, wollen noch lange in Sandershausen bleiben.
Neue Adresse am Naturerlebnisbad: Thorsten Böer und Lucia Deligia, die Betreiber des Eiscafés Sardegna, wollen noch lange in Sandershausen bleiben. © Boris Naumann

„Wir sind immer noch da – nur an anderer Stelle!“ Vielen Eisliebhabern geht das Herz auf, wenn sie diesen Satz hören. Gesagt hat ihn Thorsten Böer, der zusammen mit seiner Frau Lucia Deligia das Eiscafé Sardegna betreibt.

Niestetal –Gut sichtbar und vor allem leicht erreichbar war das Eiscafé Sardegna bislang mitten in Sandershausen an der Hannoverschen Straße 102 beheimatet. Doch das ist Geschichte: Das Haus wurde verkauft, die Familie Deligia/Böer musste ihr geliebtes Eislokal verlassen und sich innerhalb weniger Wochen eine neue Bleibe suchen.

Nicht wenige Stammkunden – und vor allem Kinder – standen in dieser Zeit traurig vor den leeren Glasfenstern. Freunde, Bekannte und viele Kunden flehten: „Ihr müsst unbedingt weitermachen!“

Nicht ohne Grund: Denn ohne Alternative wäre auch eine 50-jährige Geschichte zu Ende gegangen. „Tatsächlich hatte vor 50 Jahren mein Vater Raffaele – er stammt aus Sardinien – die Eisdiele an der Hannoverschen Straße eröffnet“, sagt Lucia Deligia.

Das Geschäft lief, und im Laufe der Jahre wurde das Eislokal für die Sandershäuser zu einer Institution. „Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir hätten aufhören müssen“. Aber die Familie hatte Glück.

Die Gemeinde Niestetal half, und es wurde schnell eine Lösung in dem ehemaligen Kiosk im Gebäude des Naturerlebnisbades an der Hugo-Preuß-Straße 50 gefunden. „Wir sind total glücklich, bis zum Ende der Saison im September hier unser Eis weiter anbieten zu können“, sagt Lucia Deligia. Sogar ausreichend Platz für Tische, Stühle und Sonnenschirme ist da.

Das Eis werde aber jetzt nur direkt an der Theke verkauft, einen Tisch-Service gebe es nicht, „große Eisbecher gibt es daher jetzt in der Waffel oder auf einem Pappteller“. Lucia Deligia weiß: Der neue Standort wird nur eine Zwischenlösung sein.

„Im kommenden Jahr werden wir erneut nach einem Lokal suchen müssen, weil uns der Kiosk im Naturerlebnisbad nur dieses Jahr zur Verfügung stehen kann.“ In jedem Fall will die Familie in Sandershausen bleiben, „an einer guten Stelle, wo uns viele sehen können und wo man auch mal gut mit dem Auto anhalten kann“.

Ein Objekt haben die Böers schon im Blick, das aber sei noch nicht spruchreif.

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