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Energiesysteme Groß aus Niestetal ist Hessen-Champion

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Von: Michaela Pflug

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Setzen sich für den Ausbau der Solarbranche ein: Vertriebsleiter Lorin Wischnewski und Geschäftsführer Björn Groß von Energiesysteme Groß an ihrem 2021 bezogenen Standort am Sandershäuser Berg.
Setzen sich für den Ausbau der Solarbranche ein: Vertriebsleiter Lorin Wischnewski und Geschäftsführer Björn Groß von Energiesysteme Groß an ihrem 2021 bezogenen Standort am Sandershäuser Berg. © Michaela Pflug

Die Energiewende beschäftigt mehr Menschen als je zuvor. Die Solarbranche boomt. Davon profitieren auch heimische Unternehmen wie Energiesysteme Groß (ESG) aus Niestetal.

Niestetal – Aus dem Unternehmen, das 2016 mit 14 Mitarbeitern in Kaufungen startete, ist heute ein „Jobmotor“ geworden. Mit diesem Titel dürfen sich die Niestetaler nun ganz offiziell schmücken. Denn sie haben sich beim Innovations- und Wachstumswettbewerb Hessen-Champions in eben dieser Kategorie durchgesetzt.

Die Aufregung vor der Preisverleihung war groß in dem Unternehmen, das PV-Anlagen und Speichersystemen auf Dächern und Freiflächen für Privatleute, Unternehmen und Kommunen plant, baut und wartet. „Am Tag der Verleihung haben alle mitgefiebert“, sagt Vertriebsleiter Lorin Wischnewski. Zehn Finalisten hatten es in die letzte Runde des Wettbewerbs geschafft, der unter anderem vom Hessischen Wirtschaftsministerium ausgerichtet wird. „Das ist natürlich toll für die Außenwirkung, aber auch eine schöne Bestätigung für die Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Björn Groß.

Für deren Gewinnung und Bindung tut das Unternehmen einiges. Das wird auch in der Firmenzentrale am Sandershäuser Berg deutlich. Wer durch die Flure streift, läuft an einer ungewöhnlichen Mitarbeiter-Galerie vorbei. Dort hängen neben Porträts auch Fotos aus den „ESG-Sommerferien“. Denn wer fünf Jahre bei dem Fotovoltaik-Spezialisten arbeitet, bekommt drei Wochen Zusatzurlaub, erklärt Wischnewski. Ein weiterer Bonus sei das Job-E-Bike. Und dann gibt es natürlich die „üblichen Standards“ wie betriebliche Altersvorsorge und 30 Tage Urlaub.

Bei der Mitarbeitergewinnung setzt die Firma auf informative Kurzvideos, die sozialen Medien und die eigene Ausbildung, erklärt Wischnewski. Das beste Aushängeschild für gutes Betriebsklima und gute Unternehmenskultur seien aber die Mitarbeiter selbst, erklärt Groß. „Viele der bestehenden Mitarbeiter sprechen Empfehlungen aus.“ Inzwischen würden teils schon zwei Generationen einer Familie bei den Niestetaler Solarexperten arbeiten. 81 Menschen arbeiten aktuell für die Firma und es sollen noch mehr werden. 100 Mitarbeiter will das Unternehmen bis 2025 beschäftigen. Die braucht es auch. Denn die Auftragsbücher der Firma sind voll, für Privatkunden gibt es aktuell sogar einen Stopp.

„Wir waren schon Krisenprofiteure durch Corona, als die Menschen statt in den Urlaub zu fahren, ins eigene Haus investiert haben, und auch jetzt ist das Thema ja in aller Munde“, sagt Groß. Mit einem Einbruch der Branche, wie kurz vor der offiziellen Geburtsstunde der ESG im Januar 2016, rechnet Groß nicht mehr. Um die Energiewende zu schaffen, sei Solarstrom unerlässlich. „Es führt kein Weg daran vorbei.“ Denn Fotovoltaik mache nicht nur unabhängig, sie sei neben der hohen Nachhaltigkeit auch die kostengünstigste Art der Energieerzeugung. „Wir wollen den Menschen dabei helfen, Teil eben dieser Energiewende zu sein“, sagt Groß über das Unternehmensziel.

Dabei arbeitet das Unternehmen auch an sich selbst. Das fängt an bei Glasflaschen im Büro bis zur konsequenten Umrüstung des Fuhrparks auf E-Mobilität. „Wir wollen Vorbild für andere Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität sein“. In diesem Jahr ist ESG diesem Ziel einen Schritt nähergekommen: Es ist als CO2-neutral zertifiziert worden.

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