Anbau schafft Platz für Wehrleute und Fahrzeuge

Feuerwache Niestetal wird bis 2026 saniert

Die Grafik zeigt die die Feuerwache Niestetal nach dem Umabu mit Blick vom Bauhof aus.
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So wird die komplett neu modernisierte Feuerwache in Niestetal aussehen: Die Grafik zeigt den Blick vom Bauhof aus. Ganz links wird ein Anbau mit drei weiteren Fahrzeughallen entstehen. Das Gebäude rechts wird im Obergeschoss erweitert. Aktuell sind dort das DRK und die Jugendfeuerwehr untergebracht.

Mit dem Beschluss der Niestetaler Gemeindevertretung ist nun klar: Satt eines kompletten Neubaus für die Niestetaler Feuerwehr wird es jetzt eine Erweiterung und Sanierung der alten Feuerwache am jetzigen Standort an der Heiligenröder Straße geben.

Niestetal - Damit gehen seit Jahren währende Vorüberlegungen zur Modernisierung der Feuerwache nun in eine Schlussphase. Bereits seit 2009 beschäftigen sich Feuerwehr und Verwaltung mit dem Thema, 2016 begann die Firma Bautec aus Burbach mit einer Machbarkeitsstudie, wegen klammer Kassen musste der Umbau allerdings aufgeschoben werden.

Dann, Anfang Oktober, wurden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie den Fraktionen vorgestellt. Zuvor hatte es immer wieder enge Kontakte und Gespräche zwischen der Feuerwehr, Verwaltung und der Planungsfirma gegeben. „Die Feuerwehr soll nun das bekommen, was sie heute und auch künftig benötigt. Hierfür sind der Standort wie auch der auf Feuerwachen spezialisierte Planer die richtige Wahl“, sagt Bürgermeister Marcel Brückmann.

Dennoch will die Politik jetzt noch einmal einen Blick auf die Unterlagen werfen. Auf CDU-Initiative wird sich der Bauausschuss noch einmal mit den Plänen beschäftigen und diese begleiten.

Klar ist aber schon jetzt: Der Umbau der Wache ist für die Niestetaler Feuerwehr ein Gewinn, zumal durch dieses Vorhaben noch der Anbau eines weiteren komplett neuen Gebäudeteils möglich wird. Auch lässt sich der Umbau so organisieren, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr stets aufrechterhalten bleibt.

„Ein Neubau war bisher oberhalb des neuen Hallenbades vorgesehen“, teilt Brückmann mit. „Dort hätten wir aber weniger Platz für kommende Erweiterungen gehabt und wir hätten eine Rampe als Zuwegung benötigt, die im Winter für Probleme hätte sorgen können.“ Ungelöst geblieben wäre dabei die Nachnutzung des Altbaus und die damit verbundene mehr oder weniger teure Ertüchtigung.

Herzstück der beschlossenen Modernisierung wird jetzt also der neue Anbau sein. Er ist zweigeschossig und entsteht direkt an der Westseite der jetzigen Fahrzeughalle, dort, wo sich jetzt ein Teil des Rathaus-Parkplatzes befindet. In dem Anbau werden nicht nur drei weitere Fahrzeuge Platz finden. Im Obergeschoss sollen Räume für Schulungen, Sitzungen, für den Feuerwehrverein, den Musikzug und die Jugendfeuerwehr mitsamt der Sanitäranlagen und einer Küche entstehen.

Im Obergeschoss erweitert wird auch das jetzt schon zweigeschossige Gebäude an der Ostseite, in dem aktuell das DRK und Jugendfeuerwehr untergebracht sind. Das erweiterte Obergeschoss soll künftig das Lagezentrum und die Funkzentrale beherbergen. Auch der sich nördlich daran anschließende Flachbau wird komplett umgestaltet. Dort wird es unter anderem später Umkleiden für Männer und Frauen (gibt es bislang nicht) und eine Schwarz-Weiß-Trennung geben (auch das gibt es bisher nicht). Schwarz-Weiß-Trennung bedeutet die Trennung von schmutzigen „Schwarz-“ und sauberen „Weiß-“Räumen im Gebäude.

Alles zusammen kostet das etwa 7,5 Millionen Euro, „die Teuerung ist da schon mit eingerechnet“, sagt Brückmann. Im kommenden Jahr könne die Vergabe an einen Generalplaner erfolgen, 2023 der Bauantrag gestellt werden, und wieder ein Jahr später die Ausschreibung für den Umbau erfolgen. Im dritten Quartal 2024 könne mit dem Neubau, Anfang 2025 mit dem Umbau der alten begonnen werden. „Unter dem Strich dürfte im dritten Quartal 2026 alles fertig sein“, sagt Brückmann. (Von Boris Naumann)

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