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Glasfaserausbau in Niestetal und Nieste geht weiter

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Von: Moritz Gorny, Boris Naumann

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Das Bild zeigt einen gelben Kleinbagger, der gerade auf einem Gehweg einen Kabelschacht aushebt. Rechts im Bild steht ein Arbeiter im Graben mit einer Schaufel in der Hand.
Die Bagger rollen wieder: Oleh Zheleniak (links im Bagger) und Oleksandr Torlak, beide von der neu gewonnenen Firma Eker Fiberelektronik, heben in Nieste am Rosenweg gerade den Graben für das Glasfaserkabel aus. © Mortiz Gorny

Für schnelles Netz in Niestetal und Nieste rollen wieder die Bagger.

Niestetal/Nieste - Nach dem Eklat, den eine spanische Firma ausgelöst hat, indem sie über Nacht von den Baustellen verschwand, kehrt nun wieder Kontinuität in das Vorhaben der Goetel ein.

Glasfaserausbau in Niestetal

Immerhin: In Sandershausen sind bereits rund 200 Anschlüsse von Goetel-Kunden aktiv geschaltet – und zwar im Bereich nördlich der Hannoverschen Straße, also dort, wo bislang auch der Schwerpunkt des Glasfaserausbaus lag. „Wir werden sukzessive weitere Kunden ans Netz anschließen, sobald weitere Cluster fertiggestellt sind“, sagt Goetel-Sprecher Felix Kadèra.

Doch bis es so weit ist, werden im Norden Sandershausens zunächst einmal überall dort die Gräben und Straßenquerungen fertig asphaltiert, wo das Glasfasernetz bereits fehlerfrei funktioniert. „Entscheidend für diese Arbeiten ist aber das Wetter: Denn bei zu tiefen Temperaturen kann kein Asphalteinbau erfolgen“, sagt Kadèra.

Insofern sei die Witterung auch der Schlüssel dafür, wann der Tiefbau für die Kabeltrassen südlich der Hannoverschen Straße fortgesetzt werden kann. „Erst müssen die Gräben im Norden geschlossen sein, um im Süden mit dem den Trassenbau weitermachen zu können.“ Zudem müssten südlich der Hannoverschen Straße noch Hausanschlüsse gelegt werden. Die neu gewonnene Firma Eker Fiberelektronik aus Schleswig-Holstein plane, zunächst mit ein bis zwei Bau-Kolonnen in Sandershausen zu arbeiten.

Wann das gesamte Glasfaser-Projekt für Sandershausen abgeschlossen werden kann, darüber herrscht allerdings weiter Unklarheit. „Die jüngsten Geschehnisse mit der spanischen Baufirma haben gezeigt, dass immer wieder unvorhergesehene Situationen den Bauzeitenplan durcheinanderbringen können“, sagt Kadèra. „Wir planen aber, dass bis zum Frühsommer 2023 alle Kunden in Sandershausen ans Netz gehen werden.“

Erst dann würden auch alle provisorisch verfüllte Gräben wieder verschlossen. „Es macht Sinn, die Gräben erst dann zu asphaltieren, wenn das Netz aktiv ist und die Technik ohne Probleme läuft“, erklärt Kadèra. Andernfalls müsse man bei Netzfehlern den Asphalt wieder neu aufreißen. Dagegen erlaubten im Falle von Störungen die nur provisorisch verschlossenen Gruben einen schnellen Zugriff.

Glasfaserausbau in Nieste

Klaus Missing wie auch die Goetel sind voll des Lobes für die neue Baufirma: „Bislang läuft es wirklich gut“, sagt der Niester Verwaltungschef. Die Mitarbeiter seien zuverlässig, schnell und auch die Kommunikation funktioniere. Missing will sich nicht zu früh freuen. Aber unter den gegebenen Umständen steige seine Zuversicht, dass das Projekt Glasfaserausbau gut über die Bühne gehe. „Optimistisch gesprochen ist alles im März fertig“, sagt der Bürgermeister. Damit trifft Missing fast die Einschätzung der Firma Goetel: So sei die Fertigstellung des Netzes und die schrittweise Schaltung der Kunden für das zweite Quartal 2023 vorgesehen, teilt Goetel-Sprecher Alexander Obisjuk mit.

Zuletzt waren die Bauarbeiter in der Straße Rosenweg, in der Witzenhäuser Straße und in der Hauptstraße zugange. Bisher wurden etwa 60 Hausanschlüsse gebaut, an der Kirche soll der Hauptverteiler entstehen. Angefangen hatte der Ausbau in der Endschlagsiedlung: Hier ist, wie der Bürgermeister erläutert, die Not am größten: In dem Neubaugebiet gebe es nach wie vor keine Telekommunikationsanbindung.

Von Boris Naumann Und Moritz Gorny

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