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Goetel baut ab April Glasfasernetz in Sandershausen

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Von: Boris Naumann

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Glasfaser für schnelles Internet: Unser Symbolfoto zeigt ein Bündel mit Umhüllungen für die Kabel.
Glasfaser für schnelles Internet: Unser Symbolfoto zeigt ein Bündel mit Umhüllungen für die Kabel. © Uwe Anspach/dpa

Gut ein halbes Jahr nach Beginn des Baus der ersten Hausanschlüsse Am Dachsacker in Sandershausen will die Goetel in Sandershausen nun mit dem Bau des eigentlichen Glasfasernetzes entlang der Straßen beginnen. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es dazu: „in Kürze“.

Niestetal – Gemeint ist der 1. April. Denn an diesem Tag sollen – etwa viereinhalb Jahre nach der ersten Antragstellung durch den Landkreis Kassel – offiziell die Förderbescheide von Bund und Land an den Landkreis für den Breitbandausbau in besonders unterversorgten Gebieten übergeben werden. Ausschreibung und Auftragsvergabe für den Ausbau sind bereits seit September 2020 unter Dach und Fach. In Niestetal wird die Goetel den Ausbau in Sandershausen übernehmen.

Tatsächlich ging es in den vergangenen Monaten immer nur um diese Förderbescheide, ohne die die Goetel keine finanzielle Sicherheit gehabt hätte, einen rentablen Ausbau nicht nur für die ehemaligen ACO-Gebiete, sondern auch für Sandershausen hinzubekommen.

Denn selbst im schlecht versorgten Sandershausen verlief die Kundenakquise bis zuletzt eher stolperig – die erforderliche Akquisequote von 40 Prozent war lange nicht erreicht worden. Erst mit dem Verlegen der ersten Hausanschlüsse im Bereich Am Dachsacker im September 2021 konnten weitere Neukunden gewonnen werden. „Inzwischen sind Anträge für über die Hälfte der Haushalte von Sandershausen bei uns eingegangen“, sagt Goetel-Sprecher Felix Kadèra. Mit anderen Worten: Der flächendeckende Bau in Sandershausen kann ab April losgehen.

Parallel dazu werde es mit dem Verlegen von Hausanschlüssen zunächst mit Fokus auf die ehemaligen ACO-Gebiete im Norden Sandershausens weitergehen. Rund 400 Hausanschlüsse seien bereits fertig gebaut, insgesamt geht es um 850 Hausanschlüsse, die in den kommenden Wochen noch gesetzt werden sollen.

Derweil teilt die Initiative „Glasfaser für Niestetal“ mit, dass Goetel bei den Hausanschlüssen keine Termine für die Vorgespräche vereinbare. Es werde geklingelt und bei Antreffen alles weitere geklärt. Bei Nichtantreffen werde weiterhin versucht den Anwohner anzutreffen oder versucht, Kontakt auf anderem Wege aufzunehmen. Aktuell arbeite sich die Goetel von Straße zu Straße vor. Wo genau, teilt das Unternehmen auch der HNA nicht mit.

Unklarheit herrscht indessen erneut darüber, wann genau das gesamte Glasfasernetz für Sandershausen fertig sein wird. Noch im September hatte man gesagt, die ersten Haushalte würden im Frühjahr oder Frühsommer 2022 angeschlossen. Ganz Sandershausen sollte bis Mitte 2023 angebunden sein.

Aktuell ist davon keine Rede mehr: „Die noch immer bestehenden Lieferengpässe, die durch die Pandemielage entstanden sind, sowie die Ukrainekrise, die vor allem den Bautrupps aus dem osteuropäischen Raum sehr zusetzt, machen zurzeit eine konkrete Zeitplanung schwierig“, sagt Goetel-Sprecher Felix Kadèra. Dennoch werde alles daran gesetzt, Ausbauziele so schnell wie möglich umzusetzen. „Wenn alle Hausanschlüsse gesetzt sind und der Trassenbau komplett im ganzen Ort abgeschlossen ist, werden alle Haushalte ans Netz gehen.“

Auch in Heiligenrode bemühe sich die Goetel, die erforderliche Akquisequote von 40 Prozent zu erreichen. „Derzeit liegt sie noch immer unter 30 Prozent der Haushalte“, teilt Kadèra mit. (Boris Naumann)

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