Gemeinde möchte Gewerbegebiet Sandershäuser Berg um 15 Hektar erweitern

Großhändler will nach Niestetal

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Das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg: Inzwischen ist auch die letzte Grünfläche zwischen SMA-Servicecenter und dem Solar-Park rechts im Bild vergeben. Die etwa 13 Hektar große Freifläche oberhalb des Servicecenters gehört SMA, die das Unternehmen als Ausweichfläche bevorratet.

Niestetal gehen allmählich die Gewerbeflächen aus. Doch scheint eine Lösung in Sicht zu sein.

So plant Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD) nun das bislang 25 Hektar große, einst für 13 Mio. Euro von der Gemeinde Niestetal in Eigenleistung erschlossene, kommunale Gewerbegebiet Sandershäuser Berg um weitere 10 bis 15 Hektar zu erweitern.

„Hintergrund ist, dass wir dort jetzt keine freien Flächen mehr zur Verfügung haben, sich dort aber trotzdem noch ein sehr interessantes Unternehmen ansiedeln möchte“, sagt Brückmann. Um welches Unternehmen es sich handelt, will Brückmann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Nur soviel: Es handele sich um einen regionalen Großhändler, der vor Ort eine Niederlassung mit Verkauf und Warenumschlag plane. „Mit diesem Unternehmen würden wir einen weiteren Gewerbesteuerzahler in der Größenordnung von etwa einer Millionen Euro pro Jahr gewinnen“, sagt Brückmann.

Aktuell stünde Niestetal noch nicht in Verhandlung mit dem Großhändler. Bislang liege allein der Wirtschaftsförderung Region Kassel eine entsprechende Anfrage vor. „Doch werden auch wir bald in die Unterlagen einsehen und einen ersten Ortstermin vereinbaren können“, sagt Brückmann.

Doch auch, wenn das Angebot für Niestetal noch so verlockend ist, will Brückmann vor allem die verkehrliche Mehrbelastung für Niestetal durch die Neuansiedlung in Grenzen halten. „Zudem möchten wir, dass eine PV-Anlage auf das Dach des Neubaus kommt, oder wenigstens eine Begrünung“.

Nicht zuletzt müsse der geplanten Flächenerweiterung noch die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK) zustimmen. Erst wenn dort grünes Licht gegeben werde, könne eine entsprechende Änderung im Regionalplan erwirkt werden. Denn laut Regionalplan ist aktuell jede weitere Vergrößerung des Gewerbegebietes Sandershäuser Berg nur als interkommunales Gewerbegebiet zulässig.

„Diese Tatsache möchten wir auch keinesfalls aushebeln. Wir unterstützen die interkommunale Idee“, sagt dazu Brückmann. „Wir möchten lediglich noch ein kleines Stück an unser kommunales Gewerbegebiet dranhängen, um schnell auf die aktuelle Anfrage des Interessenten reagieren zu können“.

Theoretisch ist eine Ausweitung des Gewerbegebiets als interkommunale Fläche auf bis zu 126 Hektar Größe mitsamt Ausgleichsflächen für den Naturschutz und direktem Anschluss an die A 7 möglich. Jedoch erst – so sieht es der Regionalplan ebenfalls vor – wenn das Kasseler Gewerbegebiet Langes Feld erschöpft ist. Das ist aber noch nicht der Fall.

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