Erster Bauabschnitt in der Hannoverschen Straße bald fertig

Landstraße bei Niestetal für den Grundwasserschutz saniert

Das Bild zeigt die frisch sanierte Hannoversche Straße mit der noch im Bau befindlichen  Bushaltestelle Ellenbachstraße. Im Bildvordergrund ein Bauarbeiter mit Schaufel, auf der Straße stehen Bagger.
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Kein Platz für eine Mittelinsel: Die neue Bushaltestelle Ellenbachstraße wurde um bis zu 50 Meter weiter in Richtung Ortseingang Sandershausen verschoben. Beide Haltepunkte liegen jetzt direkt gegenüber. Als Querungshilfe für Fußgänger dienen abgesenkte Bordsteine. Die Hannoversche Straße ist an dieser Stelle 6,50 Meter breit.

Die Sanierung des ersten Streckenabschnitts der Hannoverschen Straße (L 562) vom Ortsausgang Sandershausen bis rauf zur Ampelkreuzung in Richtung SMA steht kurz vor dem Abschluss.

Niestatal - Wie Hessen Mobil mitteilt, werde der Streckenteil noch vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben. Allein die Leitplanken rechts und links der abschüssigen Straße müssen noch installiert werden. In Arbeit ist auch noch die Bushaltestelle Ellenbachstraße. „Die Haltepunkte in beiden Richtungen wurden um bis zu 50 Meter Richtung Ortseingang verschoben und liegen jetzt nicht mehr versetzt zueinander, sondern direkt gegenüber“, sagt Hessen- Mobil-Sprecher Marco Lingemann. Das erleichtere vor allem die Querung der Hannoverschen Straße für Fußgänger, um zum jeweils gegenüberliegenden Haltepunkt zu kommen.

Beide Haltestellen erhalten je einen 2,50 Meter breiten und 9 Meter langen Wartebereich. Der Wartebereich wird deutlich erhöht und befindet sich künftig 22 Zentimeter über dem Niveau der Fahrbahn. „Kasseler Borde sorgen dafür, dass der Bus direkt an die Haltstellenkante anfahren kann und der Zustieg barrierefrei ist“, sagt Lingemann. Auch wurden Fundamente für Bushäuschen gesetzt. „Die Gemeinde Niestetal kann so jederzeit noch zusätzlich Wartehäuschen aufstellen.“

Nicht zuletzt werde ein 50 Meter langer Gehweg von der Waldstraße hin zur Haltestelle komplett neu angelegt. Eine Schutzplanke zwischen der Straße und dem Gehweg sorge für Sicherheit. Der Gehweg wie auch die beiden Haltepunkte bekommen eine Straßenbeleuchtung.

Eine Mittelinsel zur Erhöhung der Fußgängersicherheit – wie zuletzt von Anwohnern und der Gemeinde Niestetal gefordert (HNA berichtete) – werde es in Höhe der Bushaltestelle jedoch nicht geben. Stattdessen sei nun unmittelbar neben der Haltestelle eine Querung für Fußgänger angelegt worden, die mit weißen abgesenkten Rillenbordsteinen gekennzeichnet ist.

„Eine Mittelinsel dort würde die Fußgängersicherheit nicht erhöhen“, sagt Lingemann. Es sei immer besser, wenn Fußgänger nicht mitten im Bereich der Straße den Verkehr abwarteten, sondern am Straßenrand. Die Gefahr, dass Autofahrer die Mittelinsel übersehen und einen Unfall mit einem darauf wartenden Fußgänger verursachten, sei zu groß. Lingemann: „Die Straße an der Bushaltestelle ist 6,50 Meter breit. Auf ihr fließt nicht so viel Verkehr, als dass Fußgänger sie nicht dort in einem Rutsch sicher überqueren könnten.“

Die Sanierung der Landesstraße war wegen neuer baulicher Richtlinien für Straßen in Wasserschutzgebieten erforderlich geworden. Die Landesstraße befindet sich zum großen Teil in einem Wasserschutzgebiet, aus dem zwei Trinkwasserbrunnen der Gemeinde Niestetal gespeist werden. Bei der Planung der Sanierung spielte der Trinkwasserschutz eine wesentliche Rolle.

So wird künftig sämtliches Regenwasser von der Fahrbahn über einen neuen Entwässerungskanal unterirdisch abgeleitet. Nach dem Umbau sorgen an beiden Seiten der Fahrbahn 15 Zentimeter hohe Bordanlagen dafür, dass kein Schmutzwasser von der Straße in den Boden des Wasserschutzgebietes gelangen kann. Zuvor floss alles Wasser in die seitlichen Straßengräben. Außerdem werden auf der gesamten Länge der Strecke beidseitig Schutzplanken eingebaut, damit bei einem Unfall möglichst keine Fahrzeuge von der Straße abkommen und im Wasserschutzgebiet havarieren.

Von Boris Naumann

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