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Leuschner-Schule in Niestetal wird sechszügig

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Von: Boris Naumann

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Ab dem Schuljahr 2025/2026 soll die Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal Heiligenrode an der Karl-Marx-Straße dauerhaft sechszügig sein. Die Planungen für den Anbau beginnen voraussichtlich nach den Sommerferien.
Ab dem Schuljahr 2025/2026 soll die Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal Heiligenrode an der Karl-Marx-Straße dauerhaft sechszügig sein. Die Planungen für den Anbau beginnen voraussichtlich nach den Sommerferien. © Boris Naumann

Schon jetzt ist absehbar, dass die Schülerzahlen an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal steigen werden – und das nicht zu knapp.

Niestetal - „Aktuell fangen pro Schuljahr 125 neue Schüler an der Niestetaler Gesamtschule an. Damit ist die Kapazitätsgrenze erreicht“, sagt Vizelandrätin Silke Engler. Ab dem Schuljahr 2024/2025 liege die Zahl der neuen Fünftklässler bei 135, ab dem Schuljahr 2026/2027 steige sie dann sogar auf über 140 Schüler an. „Das erhöht natürlich den Raumbedarf.“

Auffangen ließe sich diese Entwicklung nur mit einer entsprechenden Erweiterung der Schule. „Die Wilhelm-Leuschner-Schule soll sechszügig werden, und zwar dauerhaft“, sagt Engler. Nach ersten Überlegungen sei ein komplett neuer Anbau geplant – nach aktueller Kostenschätzung soll er etwa 4 Millionen Euro kosten.

Insgesamt habe die Schule einen zusätzlichen Raumbedarf von zehn Klassenräumen, einem Teamraum, einem Kunstraum, einem Kopierraum sowie weiteren Toiletten angemeldet, sagt Engler. Schon jetzt würden vier Klassen provisorisch in Containern untergebracht.

Aktuell werde die Suche nach einem Architekten vorbereitet. „Ist dieser gefunden, kann es nach den Sommerferien mit den Planungen losgehen“, sagt Engler. Insgesamt sei von einer Planungszeit von sechs bis neun Monaten auszugehen. Dann erfolge die Ausschreibung, „sodass im Sommer 2023 mit den ersten Bautätigkeiten zu rechnen ist“.

Das Besondere dabei: Sämtliche Planungen sollen in enger Zusammenarbeit mit der Schule erfolgen. „Das heißt, dass auch die Lehrer und Schüler mitgestalten sollen“, sagt Schulleiterin Ana Viehmann. Ziel sei es, ein modernes, nachhaltiges und flexibles Raumkonzept zu erhalten, das den Wünschen und Anforderungen der Lehrer und Schüler entspricht. „So werden bei den Planungen auch neue Unterrichts- und Lernformen eine Rolle spielen“, sagt Viehmann. Auf diese Weise werde der Klassenraum neben dem Lehrer und den Schülern zum „dritten Pädagogen“.

„Die Planungsphase ist in der Tat sehr wichtig“, ergänzt Engler. „Wir wollen in jedem Fall nicht einfach nur vier Wände haben mit einem Dach oben drauf.“ Ganz im Gegenteil sollten „in einem demokratisch-pädagogischen Prozess die Raumanforderungen mit allen Beteiligten erarbeitet werden“. Am Ende solle eine wasserdichte Planung stehen, die positives Lernen in den Vordergrund stelle.

Viehmann begrüßt die Entscheidung, die Schulerweiterung über einen Anbau und nicht über eine Aufstockung des schon vorhandenen Gebäudes zu leisten. „Auf diese Weise wird während der Bauphase der Unterricht nur minimal gestört“. Zum neuen Schuljahr 2025/26 soll nach bisherigen Planungen der Anbau fertig sein.

Der Einzugsbereich der Wilhelm-Leuschner-Schule umfasst die beiden Niestetaler Grundschulen in Heiligenrode und Sandershausen sowie 40 Schüler pro Schuljahr aus den Grundschulen Uschlag und Landwehrhagen. Hinzu kommen 17 Schüler pro Schuljahr aus anderen Nachbarkommunen wie Kassel. Aktuell besuchen etwa 690 Schüler die Niestetaler Gesamtschule. (Boris Naumann)

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