Krimi mit Maria Furtwängler läuft Ende des Jahres

„Tatort“: Lindenberg-Double Christian Pietsch spielte mit dem echten Udo

 Die „Tatort“-Stars Maria Furtwängler (von links), Udo Lindenberg, Detlev Buck und Jens Harzer beim Dreh im Hamburger Hotel „Atlantic“.
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Trinken sie noch einen Absacker an der Bar? Die „Tatort“-Stars Maria Furtwängler (von links), Udo Lindenberg, Detlev Buck und Jens Harzer beim Dreh im Hamburger Hotel „Atlantic“.

Mit seiner Band Panikgenossen hat Christian Pietsch alias Udomat schon den Deutschen Rock- und Pop-Preis bekommen. Nun durfte das Udo-Double mit dem echten Lindenberg im „Tatort“ mitspielen.

Niestetal/Hamburg – Als Christian Pietsch Mitte März einen Anruf bekam und gefragt wurde, ob er am 8. April nach Hamburg kommen könne, sagte er sofort zu, ohne auf den Kalender zu schauen. Der Musiker, der sich als Udo-Lindenberg-Double einen Namen gemacht hat, konnte das Angebot nicht ausschlagen: Pietsch durfte eine Komparsenrolle im NDR-„Tatort“ mit Maria Furtwängler als Kommissarin und Gaststar Udo Lindenberg spielen.

In „Alles kommt zurück“ reist die Göttinger Ermittlerin Charlotte Lindholm in das Hamburger Hotel „Atlantic“, wo im echten Leben auch Lindenberg residiert. Doch der Mann, mit dem sich die Polizistin treffen will, ist tot. Erst steht Lindholm unter Mordverdacht, dann eines von vielen Udo-Doubles, die im „Atlantic“ an einem Casting teilnehmen. Einer von ihnen ist Pietsch alias Udomat.

Der Nordhesse aus Niestetal war angerufen worden, weil er als einer der Besten seiner Zunft gilt. 2018 erhielt seine Lindenberg-Tribute-Band Panikgenossen den Deutschen Rock- und Pop-Preis. Diesmal gab es nur eine kleine Komparsengage, aber dafür eine unvergessliche Erfahrung. „So etwas macht man für die eigene Vita“, sagt Pietsch.

Bereits am Tag vor dem Dreh musste der 33-Jährige wie alle anderen einen PCR-Test absolvieren. Weil in Hamburg schon damals eine nächtliche Ausgangssperre galt, durfte er nach 21 Uhr nicht mal mehr zum Rauchen vor die Tür.

Pietsch wohnte allerdings nicht wie sein Idol im „Atlantic“, sondern im Ibis gegenüber. Lindenberg traf er am nächsten Tag in der Lobby. Mit Regisseur Detlev Buck machte er ein Erinnerungsfoto. Mit Furtwängler drehten die Udo-Doubles unter anderem eine Szene in der Lobby – alles unter strengen Hygienebedingungen. „Jede Szene wurde bis zu 20 Mal mit Maske geprobt“, sagt Pietsch.

Ende des Jahres wird er sich dann im Ersten sehen. Neben Lindenberg, der einst die erste Version von Klaus Doldingers Titelmelodie am Schlagzeug einspielte, wirkt auch Theaterstar und Iffland-Ring-Träger Jens Harzer („Babylon Berlin“) mit. Noch bis zum 10. Mai wird in Hamburg gedreht.

Für Pietsch war die Komparsenrolle eine willkommene Abwechslung vom tristen Corona-Alltag eines Künstlers. Die letzte Probe mit seiner zehnköpfigen Band fand vor einem Jahr statt. Ob die Panikgenossen dieses Jahr noch auftreten können, ist ungewiss.

Eigentlich soll am 18. Dezember in der Rittersburg in Schauenburg-Elgershausen das Weihnachts-Spezial „Udo Fröhliche“ stattfinden. Auch seine Schlagzeugschule „Sticks on Stage“ hat geschlossen, weil Unterricht an den Drums online keinen Sinn macht, wie Pietsch findet.

Demnächst will der studierte Schlagzeuger, der auch im Erfurter Bundeswehr-Orchester spielte, als Aushilfslehrer an Grundschulen Musik unterrichten. Mit seiner Freundin zieht er gerade nach Quentel bei Hessisch Lichtenau. Zudem hat er sich für eine neue RTL-Show beworben, über die er noch nichts verraten darf. Außer: In wenigen Wochen wird er wieder vor der Kamera stehen. Womöglich auch an seinem Geburtstag am 17. Mai, an dem der echte Udo ebenfalls auf die Welt gekommen ist. Pietsch und Lindenberg gratulieren sich jedes Jahr gegenseitig per WhatsApp. (Matthias Lohr)

Udo-Double Christian Pietsch alias Udomat (links) ließ sich mit Regisseur Detlev Buck fotografieren.

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