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Müllerwiesen-Areal verkauft

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Von: Boris Naumann

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Markus Nitzschke, Geschäftsführer der JuNi-Gebäudetechnik GmbH aus Heiligenrode, will das Baugrundstück In den Müllerwiesen 8 bis 10 für seine Geschäftsideen entwickeln. Die Ruinen, die dort nun schon seit vielen Jahren stehen, werden aber wohl nicht mehr zu gebrauchen sein.
Markus Nitzschke, Geschäftsführer der JuNi-Gebäudetechnik GmbH aus Heiligenrode, will das Baugrundstück In den Müllerwiesen 8 bis 10 für seine Geschäftsideen entwickeln. Die Ruinen, die dort nun schon seit vielen Jahren stehen, werden aber wohl nicht mehr zu gebrauchen sein. © Boris Naumann

Die Baugrundstücke in den Müllerwiesen 8 und 10 in Heiligenrode wurden an jungen Betrieb verkauft

Niestetal – Das seit zwölf Jahren andauernde Drama um die Baugrundstücke In den Müllerwiesen 8 und 10 in Heiligenrode findet nun offenbar ein Ende. Nach mehreren vergeblichen Anläufen in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Niestetetal mit Markus Nitzschke aus Heiligenrode nun einen Käufer gefunden, der die Niestetaler Gemeindevertretung mit einem „ambitionierten Konzept überzeugt hat“, sagt Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD).

Nitzschke ist Geschäftsführer der JuNi Gebäudetechnik mit Sitz an der Cornelius-Gellert-Straße 104 – quasi gleich um die Ecke des Müllerwiesen-Areals. Die Büros des erst 2019 gegründeten Unternehmens liegen im Souterrain, die Arbeitsplätze sind eng gestellt und das Regal mit den Auftragsbüchern ist rappelvoll. Es wirkt so, als platze alles aus den Nähten. Und mitten drin Markus Nitzschke, der vor Ideen und Enthusiasmus nur so sprudelt.

Seine Pläne weisen in Richtung Expansion. „Im Sanitärgewerbe ist die Nachfrage aktuell riesig, das Angebot aber klein“, sagt Nitzschke. Und diese Chance will er nutzen. So möchte er nicht nur sein Kerngeschäft in den Bereichen Heizung, Wasser und Lüftung ausbauen, sondern sein Portfolio noch erweitern. Ziel ist es, bis zum Jahr 2032 weit über 30 Mitarbeiter zu haben – aktuell sind es 15, davon fünf Auszubildende. Das Durchschnittsalter liegt aktuell bei 32 Jahren. Er hält sehr viel von seinen Kollegen, „ein tolles und sehr motiviertes Team“, sagt er.

Am künftigen Firmenstandort soll Wärme über ein „grünes Nahwärmenetz“ aufgebaut werden

Eher ungewöhnlich ist Nitzschkes Idee, am künftigen Firmenstandort In den Müllerwiesen Wärme über ein „grünes Nahwärmenetz“ für die Häuser in der Nachbarschaft aufzubauen. 18 Wohnhäuser stehen dort und das Sport- und Trainingsstudio von Horst Appel liegt auch gleich um die Ecke. „Sie alle können davon profitieren“, sagt Nitzschke. Die erforderliche Nachhaltigkeit will Nitzschke mit einer Art Kleinkraftwerk erreichen, das mit Brennstoffzellen, Pelletkesseln und Wärmepumpen arbeitet. Und Strom liefern sollen zusätzlich PV-Anlagen auf den Dächern seiner neuen Gebäude.

„Zwei Häuser sollen auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen“, sagt Nitzschke. Das erste Gebäude soll den kompletten Geschäftsbereich Sanitär sowie das Kleinkraftwerk für das Nahwärmenetz beherbergen, das zweite Gebäude eine Art Hotel mit Business-Apartments für viel beschäftigte Arbeitnehmer aller Branchen, die von außerhalb kommen und sich aus beruflichen Gründen für längere Zeit im Raum Kassel aufhalten müssen. „Unseren Mietern wollen wir ein Rund-um-Wohlfühl-Paket mit vielen Angeboten schnüren“, sagt Nitzschke.

Der junge Unternehmer will mehrere Millionen Euro in die Hand nehmen, um seine Ideen zu realisieren. Die Planungen seien schon weit vorangeschritten. Das Grundstück In den Müllerwiesen passe ideal, die dort immer noch stehenden Ruinen würden jedoch vermutlich nicht mehr zu gebrauchen sein.

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