"Bürgerproteste gehen zu weit"

Nach Kritik an Mountainbike-Strecke in Heiligenrode: TSV rechtfertigt Streckenbau

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Wiederholt wurden von Unbekannten Totholz, Baumstämme und Steine auf die Rennpiste gelegt. „Diese Form von Protest geht zu weit“, sagen Bürgermeister Brückmann wie auch Rudolf Martin vom TSV Heiligenrode.

Das vom TSV Heiligenrode geplante Mountainbike-Rennen am Sonntag am Rüsteberg sorgt weiter für Spannungen.

Nach derBerichterstattung über Bürgerproteste sowie eine Unterschriftensammlung mit über 150 Unterschriften gegen das Rennen, nimmt nun der TSV-Heiligenrode erneut Stellung.

„Uns gehen die Bürgerproteste einfach zu weit“, sagt Rudolf Martin, Leiter der TSV-Radsportabteilung. Keinesfalls sei es so, dass Pfade für das Rennen mitten durch den Wald neu angelegt worden seien. An besagter Stelle am Rüsteberg handele es sich um den sogenannten Jägerpfad, „den es selbstverständlich schon vorher gab“, sagt Martin. 

„Wir haben lediglich alte Treppen wieder freigelegt sowie einzelne Strecken- und Kurvenbereiche zur Sicherheit der Radrennfahrer entsprechend modifiziert.“ Da sei ein bisschen Erde abgegraben worden, die ohnehin beim nächsten Regen abgerutscht wäre.

Wiederholt wurden von Unbekannten Totholz, Baumstämme und Steine auf die Rennpiste gelegt. „Diese Form von Protest geht zu weit“, sagen Bürgermeister Brückmann wie auch Rudolf Martin vom TSV Heiligenrode.

Dass nach einer Begehung des Rundkurses mit Bürgermeister Marcel Brückmann (SPD) und unter Beisein von kritischen Anwohnern von einem einzelnen Vereinsmitglied ein weiterer Streckenteil ohne Absprache vorbereitet worden war, sei äußerst ärgerlich. „Dieser Streckenteil wird für das Rennen jetzt auch nicht genutzt.“

Überhaupt kein Verständnis hat Martin für Gegner des Rennens, die im Wald am Rüsteberg wiederholt Astwerk, Baumstämme und Steine auf die Piste gelegt haben, um die Strecke unpassierbar zu machen. „So etwas hat mit einem fairen Meinungsaustausch nichts zu tun“, sagt Martin. 

Das stelle eher eine echte Gefahr für die Mountainbike-Fahrer dar. Auch Bürgermeister Brückmann kritisiert diese Form von Protest gegen das Radrennen. „Es geht nicht, künstlich eine Gefahr für die Radfahrer zu erzeugen und möglicherweise einen Schaden billigend in Kauf zu nehmen“, sagt Brückmann.

Er und Martin legen großen Wert darauf, dass es sich bei diesem Rennen um eine einmalige Veranstaltung handelt. „Und selbstverständlich werden wir die Strecke nach dem Rennen wieder zurückbauen, wie es uns zur Auflage gemacht wurde“, sagt Martin.

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